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Leber entgiften – Diese Methoden und Hausmittel entlasten die Leber

von Mag. Margit Weichselbraun
am 11.01.2024
Leber entgiften – Diese Methoden und Hausmittel entlasten die Leber Leber entgiften – Diese Methoden und Hausmittel entlasten die Leber

Nach der Schlemmerzeit ist vor der Leberpflege. Während sich viele von uns in der dunklen Jahreszeit in ihre persönliche „Bärenhöhle“ zurückziehen und die kalten Wintertage mit schwerem Essen, Sofasurfing und dem einen oder anderen Schluck Alkohol verbringen, gibt es wiederum auch diejenigen, die sich vom herannahenden Frühling und Sommer inspiriert fühlen und den Wunsch hegen, sich von den körperlichen Altlasten des Winters zu trennen. Aber auch mitten im Jahr kann sich die Entgiftung der Leber für den ein oder anderen stimmig anfühlen. Für diesen Befreiungsschlag können ausgewählte Pflanzenstoffe das ideale Beiwerk sein; sie schmeicheln unserer Leber und wir starten erfrischt in den Frühling.

Die Leber ist die größte Drüse und unser wichtigstes Stoffwechselorgan zugleich. Sie leistet Tag für Tag wirklich Erstaunliches, verstoffwechselt, kontrolliert, speichert, entgiftet und scheidet aus. All diese Aufgaben sind lebenswichtig. Doch obwohl der „Alltagsheld Leber“ circa das Fünffache des Gewichts des Herzens auf die Waage bringt, wird seine Rolle und Funktion häufig unterschätzt.

Wie merken wir, dass die Leber eine Entspannungsphase braucht?

Die Gesundheit unserer Leber ist für unsere Vitalität und unser Wohlbefinden von unglaublichem Wert. Dennoch gehen wir nicht immer gut mit ihr um. So fordern u. a. reichlich Süßes und Fettes, Fast Food, Alkohol und Nikotin das umtriebige Stoffwechselorgan ganz schön. Was für uns genüssliche Schlemmertage sind, bedeutet für unsere Leber strapaziöse Arbeitstage. Ihr Mühsal bleibt jedoch meist unbemerkt, denn unsere Leber leidet weitgehend im Stillen. Dennoch gibt uns die Leber den einen oder anderen Fingerzeig, wenn wir ihr eine Atempause gönnen sollten. Zu diesen zählen Müdigkeit, Unwohlsein, ein Völlegefühl sowie ein Druckgefühl im rechten Oberbauch.

Wie können wir die Leber entgiften?

Unsere Leber kann viel und tut viel. In der Regel kann sie sich gut um sich selbst kümmern, dennoch sind auch ihr Grenzen gesetzt. Damit uns keine Laus über die Leber läuft, sollten wir dem arbeitseifrigen Organ gezielte Entspannungsphasen bieten, in denen wir stoffwechselfordernde Stoffe von ihr fernhalten. Eine wichtige Maßnahme bei der Leberentgiftung ist die bewusste Reduktion von Fettem, Süßem und Fast Food sowie vermeidbaren Giften (z. B. Alkohol, Nikotin, Einnahme von Medikamenten nur unter Absprache mit dem Arzt).

Wer sich bewusst leberschonend ernähren möchte, kann sich an den generellen Empfehlungen einer gesunden Ernährung orientieren: vielfältig, unverarbeitet, biologisch, heimisch und pflanzenbetont. Leberschonend wirkt außerdem das Entschleunigen und Entstressen des Alltags, denn auf Dauer ist das Stresshormon Cortisol für unsere Leber eine bittere Pille.

Wie können wir unsere Leber gezielt unterstützen?

Obwohl Dauerstress leberunfreundlich ist, liebt das Stoffwechselorgan die Bitterseiten des Lebens – in pflanzlicher Form. Schon seit Langem kommen pflanzliche Extrakte zur ernährungsphysiologischen Unterstützung der Leber und ihres Hilfsorgans, der Gallenblase, zum Einsatz. Etabliert haben sich hierfür vor allem Extrakte aus Artischocke und Mariendistel, welche zur normalen Leberfunktion beitragen sowie eine normale Gallenproduktion und somit eine normale Verdauung unterstützen.

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Unser zentrales Stoffwechselorgan, die Leber, spielt eine tragende Rolle in der Verwertung, Umwandlung, Speicherung und im Abbau von Stoffen. Wir können sie - und ihr Hilfsorgan, die Gallenblase - von ernährungsphysiologischer Seite dabei unterstützen: Extrakte von Artischocke, Mariendistel und Löwenzahn unterstützen eine normale Verdauung und helfen dabei, eine normale Leberfunktion zu erhalten. Artischocke und Mariendistel tragen zu einer normalen Gallenproduktion bei.

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Zeolith ultrafein

Einen idealen Entgiftungspartner findet die Leber zudem im Naturmineral Zeolith. Klinoptilolith-Zeolith saugt Schwermetalle und Ammonium in unserem Darm auf und befördert die Schadstofffracht über den Stuhl sicher aus unserem Körper. Viele dieser Schadstoffe gelangen so erst gar nicht vom Darm in weitere Körperregionen – eine Entlastung für unsere Leber. 

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Zudem gibt es auch Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente), die dabei helfen, das enzymatische Uhrwerk in Schuss zu halten. Als sogenannte Co-Faktoren sorgen sie dafür, dass die Leberenzyme ihrer Arbeit reibungslos nachgehen können. So unterstützt beispielsweise Zink den Fett- und Kohlehydratstoffwechsel und trägt gemeinsam mit weiteren Mikronährstoffen wie Vitamin B (Riboflavin) und Selen dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

Weitere Hausmittel zur Leberpflege

Basen & Flüssigkeit

Ein ausgewogener Säure-Basen-Haushalt ist für unseren Körper ein fortwährender Balanceakt. Besonders nach längeren fleisch-, fett- und zuckerlastigen Schlemmerzeiten tut unserem Organismus eine vitalstoffreiche, basenbildende Kost mit Früchten, Gemüse, Algen und Kräutern gut. Zusätzlich können auch spezielle Präparate wertvolle Basenverbindungen liefern. Neben einer gesunden Ernährung ist eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung gefragt. Mindestens zwei Liter Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungesüßten Bio-Kräutertees sollten täglich auf dem Programm stehen.

Leberwickel

Als ein altbewährtes Hausmittel gilt der Leberwickel. Er verbessert die Blutzirkulation der Leber und kurbelt so die Leberprozesse an. Für den Leberwickel wird ein kleines Handtuch (z. B. Gästehandtuch) in heißes Salzwasser getaucht, ausgedrückt und doppelt gefaltet auf der Haut über der Leber platziert. Im Anschluss daran wird eine Wärmflasche auf das Handtuch gelegt, ein größeres Handtuch möglichst eng um den Bauch geschlungen und der Wickel für 30 Minuten auf dem Bauch belassen (Hinweis: Nicht bei Blutungen und/oder Geschwüren im Verdauungstrakt anwenden!).

Sport

Körperliche Betätigung hält uns nicht nur fit, sie erweist sich auch beim Entsorgen körperlicher Altlasten als äußerst nützlich. Neben der Kühlung des Körpers dient Schweiß nämlich dem Abtransport von Salzen und Abfallstoffe. Darüber hinaus kurbelt die Bewegung den Stoffwechsel und damit auch die Lebertätigkeiten an.

Schadstoffreduktion

Am günstigsten für unsere Leber ist es natürlich, Schadstoffe zu meiden. So sollten pflanzliche Lebensmittel wie Reis, Gemüse oder Früchte, egal ob bio oder nicht, vor dem Verzehr stets gewaschen werden. Spazieren oder bewegen sollten wir uns fernab von vielbefahrenen Straßen an der frischen Luft und bei Kosmetika und Reinigungsmitteln sollten wir zu natürlichen Varianten greifen.

Entstressen

Dauerstress lastet nicht nur auf unserer Psyche. Tatsächlich leidet auch unsere Leber darunter. Umso wichtiger ist es, nicht nur körperlich, sondern auch psychisch loszulassen. Entspannende Basenbäder, ausgedehnte Spaziergänge oder sanfte Yogaübungen helfen beispielsweise dabei, den Alltag zu entstressen, und dienen der ganzheitlichen Reinigung.

Wie oft und wie lange sollten wir die Leber entlasten?

Wie oft und wie lange wir unserer Leber Urlaub gönnen sollten, hängt von Faktoren wie der individuellen Ernährung, Lebensstil, Schadstoffbelastung und Veranlagung ab. Eine jährliche oder halbjährliche Auszeit tut dem Entgiftungsorgan jedoch auf jeden Fall gut.

Und frei von der Leber weg: Wenn wir regelmäßig Alkohol konsumieren, Fettes essen oder Medikamente einnehmen, sollten wir dem Hochleistungsorgan öfter eine entlastende Atempause zum Regenerieren gönnen. Solch leberfreundliche Tage, in denen basische Kost und leberunterstützende Stoffe dominieren, nimmt die Leber immer dankend an.

Literatur beim Verfasser.

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