Deine Knochen tragen dich Tag für Tag – selbstverständlich, aber unverzichtbar. Doch wie steht es um ihre Stabilität? Wir zeigen dir, wie DEXA und Echolight® messen – und was die beiden Methoden unterscheidet.
DXA-Messung vs. Echolight®-Knochendichte-Messung – was sind die Unterschiede?
Deine Knochen tragen dich durchs Leben – still und leise. Doch gerade wenn es um Prävention oder Risikoeinschätzung bei Osteoporose geht, ist es wichtig, ihnen näher auf den Zahn zu fühlen. Zwei Methoden stehen dabei aktuell im Fokus: die klassische DEXA-Messung und die moderne Echolight-Methode (REMS). Aber worin unterscheiden sie sich eigentlich genau – und welche ist für wen geeignet? Wir bringen Licht ins Dunkel.
Was ist die Dexa-Messung?
DXA (DEXA) steht für „Dual Energy X-ray Absorptiometry“ – eine etablierte Röntgentechnik zur Bestimmung der Knochendichte. Dabei werden zwei unterschiedlich starke Röntgenstrahlen durch bestimmte Körperregionen (meist Lendenwirbelsäule und Hüfte) geschickt. Die dabei gemessene Strahlenabsorption liefert präzise Werte über die Knochendichte.
Diese Methode gilt als Goldstandard in der Osteoporose-Diagnostik – zuverlässig, wissenschaftlich anerkannt, aber mit gewisser Strahlenexposition verbunden. Besonders geeignet ist die DEXA-Messung für Personen mit bereits erhöhtem Risiko, z. B. nach einem Knochenbruch oder im höheren Alter.
Was ist die Echolight-Messung?
Echolight® ist der Name eines innovativen Medizingeräts, das mit der sogenannten REMS-Technologie (Radiofrequency Echographic Multi Spectrometry) arbeitet. Im Gegensatz zur DXA-Messung kommt REMS ganz ohne Röntgenstrahlen aus – die Methode basiert auf Ultraschallwellen, die über die Haut zum bis Knochen gesendet und dann deren Reflektion analysiert werden.
Das Besondere: Die Messung erfolgt gezielt an der Lendenwirbelsäule oder am Oberschenkelknochen – also dort, wo Frakturen besonders häufig vorkommen. Dabei werden nicht nur Informationen zur Knochendichte gewonnen, sondern auch zur Knochenstruktur – ganz ohne Strahlenbelastung und in wenigen Minuten.
REMS eignet sich besonders gut zur frühzeitigen Risikoabschätzung, für Menschen mit Strahlensensibilität und für regelmäßige Verlaufskontrollen – etwa im Rahmen präventiver Gesundheitschecks.
Gegenüberstellung DXA-Messung vs. Echolight® (REMS)
| Kriterium | DEXA | Echolight® (REMS) |
| Technologie | Röntgenstrahlung (Zweifach-Energie) | Ultraschall (REMS: Radiofrequenz-Analyse) |
| Strahlenbelastung | Ja, aber gering | Nein, vollkommen strahlenfrei |
| Genauigkeit | Hohe Genauigkeit, wissenschaftlich etabliert | Ebenfalls sehr genau, inkl. Strukturbeurteilung |
| Anwendung | Kliniken, Facharztpraxen | Arztpraxen, ausgewählte Gesundheits- und BIOHACKING-Zentren |
| Vorteile | Standardisierte Methode, etablierter Referenzwert | Strahlenfrei, schmerzfrei, auch zur Früherkennung geeignet |
| Nachteile |
Nicht für häufige Messungen empfohlen |
Noch nicht flächendeckend verfügbar |
| Für wen geeignet | Personen mit erhöhter Frakturgefahr | Auch für junge, gesundheitsbewusste Personen geeignet |
Fazit: Knochengesundheit beginnt mit Wissen
Egal ob klassisch mit DXA oder innovativ mit Echolight® – wichtig ist, dass du deine Knochengesundheit im Blick behältst. Denn schon frühzeitig aktiv zu werden, kann langfristig einen Unterschied machen, um unter anderem Osteoporose vorzubeugen.
Und das Beste? Viele moderne Gesundheitschecks setzen bereits auf strahlenfreie Methoden wie REMS – ganz im Sinne einer sanften, präventiven Medizin. Du willst wissen, wie es um deine Knochengesundheit steht? Dann könnte ein Echolight®-Scan genau der richtige nächste Schritt für dich sein.
FAQs
Echolight® ist der Markenname des Geräts – REMS bezeichnet die zugrunde liegende Technologie. Beide Begriffe werden oft synonym verwendet.
Ein schneller, schmerzfreier Ultraschall-Scan zur Beurteilung von Knochendichte und -struktur – ganz ohne Röntgenstrahlen.
Der REMS-Test analysiert mithilfe von Ultraschall die Knochenstruktur und -dichte an Schlüsselstellen wie Lendenwirbelsäule und Oberschenkel – zur Einschätzung des individuellen Frakturrisikos.
Beide Verfahren liefern verlässliche Werte – REMS punktet zusätzlich durch Strahlenfreiheit und eignet sich daher besonders für häufige Verlaufsmessungen oder Prävention.
Referenzen:
Di Paola M, et al. 2019. Radiofrequency echographic multispectrometry compared with dual X-ray absorptiometry for osteoporosis diagnosis on lumbar spine and femoral neck. Osteoporos Int. 2019 Feb;30(2):391-402. doi: 10.1007/s00198-018-4686-3. Epub 2018 Sep 4. PMID: 30178159. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30178159/
Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz. https://www.gesundheit.gv.at/leben/umwelt/radiokativitaet/strahlenbelastung.html, Zugriff: 12.12.2025.
Amorim DMR, et al. 2021. New technology REMS for bone evaluation compared to DXA in adult women for the osteoporosis diagnosis: a real-life experience. Arch Osteoporos. 2021 Nov 16;16(1):175. doi: 10.1007/s11657-021-00990-x. PMID: 34786596. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34786596/
Echolight Medical, 2025. https://www.echolightmedical.com/en/research/ Zugriff: 12.12.2025.