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Ziel
Die Ćberprüfung von Wirksamkeit und VertrƤglichkeit eines niedrig dosierten pflanzlichen EisenprƤparates (Produkt: Nutrifem MoFerrin® 14 von BIOGENA, Dosierung: 14Ā mg Eisen pro Tag, Dauer: 3 Monate) bei Frauen mit erniedrigten Eisenwerten.
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Hintergrund
Zur Erhƶhung der Eisenspeicher kommen in der Regel hoch dosierte Eisensalze, wie z.B. Eisensulfat, Eisengluconat oder Eisenfumerat, zum Einsatz. Die Anfangsdosis liegt hƤufig bei 50ā100Ā mg Eisen pro Tag, wobei es ½ā1 Stunde vor und nach dem Essen eingenommen werden soll, um eine gute Aufnahme zu garantieren. Viele Anwender vertragen solche PrƤparate jedoch schlecht, insbesondere wenn sie ā wie vorgeschrieben ā nüchtern eingenommen werden. Man geht davon aus, dass bei 10ā40Ā % der Anwender Nebenwirkungen (z.B. Verstopfung, Ćbelkeit, Magenbeschwerden) auftreten.
Bei knappen Eisenspeichern kann beobachtet werden, dass der Kƶrper die Aufnahmequote im Darm von 10Ā % auf 20ā40Ā % erhƶht. Dieser Steuerungsmechanismus lƤsst mutmaĆen, dass auch niedrige Eisendosierungen zur Anhebung erniedrigter Eisenwerte geeignet wƤren. Insbesondere der Einsatz von pflanzlichem Eisen ist hierbei von Interesse: Pflanzliches Eisen liegt ā Ƥhnlich dem tierischen ā in gebundener Form vor und wird über einen speziellen Transportmechanismus aufgenommen. In einer vorangegangenen Anwendungsbeobachtung konnte die gute Wirksamkeit von pflanzlichem Eisen (MoFerrin® 21) für Dosierungen von 63Ā mg und 103Ā mg pro Tag bereits nachgewiesen werden.
Folglich stellte sich die Frage, ob auch eine niedrige Dosierung von 14 mg pflanzlichem Eisen pro Tag zur wünschenswerten Anhebung der Eisenspeicher führen kann.
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Methodik
An mehreren zufällig ausgewählten Tagen im April 2013 hatten alle anwesenden Patientinnen von vier österreichischen gynäkologischen Ordinationen die Möglichkeit, eine Eisenmessung durchführen zu lassen. Bei erniedrigten Hämoglobin- (Hb ⤠12 g/dl) oder Eisenspeicherwerten (Ferritin ⤠30 ng/ml) durften die Frauen an einer 3-monatigen Anwendungsbeobachtung mit 14 mg pflanzlichem Eisen pro Tag unter ärztlicher Betreuung teilnehmen. 26 Frauen im Alter von 20 bis 78 Jahren entschieden sich dafür. Am Ende der Anwendungsbeobachtung wurden die Eisenwerte erneut bestimmt und die Verträglichkeit des Präparates sowie subjektiv gefühlte gesundheitliche Veränderungen mittels Fragebogen erfasst.
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Labor
Das Labor GANZIMMUN Diagnostics AG mit Sitz in Mainz erhob folgende Laborparameter:
Hämoglobin: Der Hämoglobin-Wert gibt Aufschluss über die Eisensättigung in den roten Blutkörperchen.
Transferrin: Dieses Transportprotein wird bei Eisenmangel vermehrt produziert.
Ferritin: Ferritin ist das Speicherprotein des Eisens und gibt Aufschluss über die Eisenspeicher-Bestände des Körpers.
CRP: Der Ferritinwert ist nur in Verbindung mit dem CRP-Wert aussagekräftig. Der CRP-Wert zeigt entzündliche Prozesse im Körper an. Bei Entzündungen steigt auch der Ferritin-Wert an. Deshalb sollte zur Bewertung von Ferritin auch der CRP-Wert hinzugezogen werden.
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Intervention
Alle Teilnehmerinnen erhielten eine Dose mit 90 Kapseln Nutrifem MoFerrin® 14 und die Anweisung, tƤglich 1 Kapsel mit viel Flüssigkeit, wenn mƶglich 1ā2 Stunden vor einer Mahlzeit, einzunehmen. Nutrifem MoFerrin® 14 enthƤlt 14Ā mg pflanzliches Eisen (VegyFerrinĀ®) pro Kapsel sowie 40Ā mg natürliches VitaminĀ C. Nutrifem MoFerrin® 14 ist frei von Zusatzstoffen und liegt in einer transparenten Cellulose-Kapselhülle (Vcaps® Plus) vor.
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Ergebnisse
1. Eisenstatus
Die 3-monatige Einnahme von nur 14 mg pflanzlichem Eisen täglich führte zu einer 4,8%igen Steigerung der mittleren Hämoglobin-Werte von 12,4 auf 13,0 g/dl, zu einer als günstig zu bewertenden Senkung der Transferrin-Werte von 348,7 auf 301,0 mg/dl und zu einer 64,7%igen Erhöhung der Ferritin-Werte von 22,6 auf 37,2 ng/ml (Abb. 1). Damit zeigt die vorliegende Anwendungsbeobachtung, dass bereits niedrige Mengen an pflanzlichem Eisen ausreichen, um innerhalb von 3 Monaten eine Normalisierung der Parameter von Menschen mit knappen Eisenspeichern zu erzielen.
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Abb. 1: Der mittlere Ferritin-Wert stieg bei den ausgewerteten Teilnehmerinnen (n=17) durch die Einnahme von pflanzlichem Eisen um 64,7 %. Mehrere Frauen (n=9) hatten erhƶhte CRP-Werte, deshalb wurden ihre Ferritin-Werte nicht zur Auswertung zugelassen.
2. VertrƤglichkeit und gesundheitliche VerƤnderungen
Alle Teilnehmerinnen beendeten die Anwendungsbeobachtung. 81 % hielten sich an die empfohlene Dosierung von 1 Kapsel täglich. 19 % gaben an, das Eisenpräparat nicht an allen Tagen eingenommen zu haben. Lediglich 1 der 26 Teilnehmerinnen berichtete über Verstopfung als Nebenwirkung und halbierte deshalb die Dosierung. Ansonsten wurde über keinerlei Beschwerden berichtet, was auf eine gute Verträglichkeit des pflanzlichen Eisens hinweist. Neben der niedrigen Nebenwirkungsrate gibt auch die gleichzeitig beobachtete Senkung des Entzündungsmarkers CRP einen Hinweis auf die Sicherheit des pflanzlichen Eisens.
Die Selbsteinschätzung der gesundheitlichen Veränderungen wurde mittels persönlichen Fragebogens erhoben und ist in Tabelle 1 aufgeschlüsselt. Aufgrund fehlender Kontrollgruppe hat diese Einschätzung jedoch keine statistische Aussagekraft.
Verbesserung (%) | Verschlechterung (%) | Keine VerƤnderung (%) | Thema nicht relevant (%) | |
|---|---|---|---|---|
Erhalt des Energiestoffwechsels āAntrieb | 36 | 0 | 20 | 44 |
Verringerung von Müdigkeit | 50 | 0 | 31 | 19 |
Erhalt des Energiestoffwechsels ā LeistungsfƤhigkeit | 27 | 0 | 19 | 54 |
Unterstützung der HƤmoglobin- und Erythrozytenbildung ā blasse Haut | 8 | 0 | 42 | 50 |
Erhalt der Immunabwehr | 15 | 0 | 4 | 81 |
Erhalt des Energiestoffwechsels ā WƤrmeempfinden | 12 | 4 | 15 | 69 |
Erhalt des Sauerstofftransports im Kƶrper ā kalte HƤnde und FüĆe | 15 | 0 | 39 | 46 |
Tab. 1: SelbsteinschƤtzung der gesundheitlichen VerƤnderungen der Teilnehmerinnen (n=26) in Prozent nach der Intervention
3. Diskussion
Bei niedrigen Eisenspeichern kann unser Kƶrper die Eisenverwertung im Darm erhƶhen. Ćber diesen Mechanismus tanken auch niedrige Eisendosierungen knappe Eisenspeicher wieder auf. Zugleich ist die Einnahme von geringen Dosen pflanzlichen Eisens vertrƤglich, wirkt so einem vorzeitigen Abbruch der Eiseneinnahme entgegen und schont die Darmschleimhaut.
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Fazit:
Die BIOGENA-Anwendungsbeobachtung zeigt, dass pflanzliches Eisen bei Frauen mit niedrigen Eisenspeichern auch in kleinen Dosierungen effektiv ist. Diese Art der Eisenzufuhr ist nicht nur wirksam, sondern auch verträglich und sicher und bietet eine gute Alternative zu den üblichen Eisen-Supplementationen mit hoch dosierten Eisensalz-Verbindungen, die mit einem hohen Nebenwirkungspotential einhergehen.
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