Mikronährstoffe

Magnesium in den Wechseljahren: Wie du Stress, Blähbauch, Müdigkeit & Co. den Kampf ansagst

Blonde Frau in einem blauen Hemd, die drinnen sitzt, ihr Kinn auf die Hand stützt und nachdenklich zur Seite schaut.

Mag. Margit Weichselbraun

05.05.20267 Min Lesezeit

Linear und geradlinig? Das ist nichts für unser Leben – stattdessen überrascht es uns immer wieder mit Neuem. Ob im Kindesalter und der Pubertät oder später in den Wechseljahren. Vor allem letztere flößen den meisten Frauen Respekt ein. Kein Wunder, denn jetzt verändert sich noch einmal alles. Aber keine Sorge: Es gibt Helferlein, die dich in diesem Lebensabschnitt unterstützen können – zum Beispiel Magnesium. In diesem Beitrag verraten wir dir daher, warum du speziell in den Wechseljahren auf Magnesium setzen solltest und wie du damit Blähbauch, Müdigkeit und Co. in die Schranken weisen kannst.

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Wofür dein Körper Magnesium braucht

Warum gerade Magnesium, fragst du dich? Bei diesem Vitalstoff gilt die Devise: Klein, aber kraftvoll. Denn dieser Mineralstoff mischt bei über 300 Körperfunktionen mit – und ist damit für eine Reihe von Organen und weiteren Bestandteilen deines Organismus unverzichtbar. Ein paar Beispiele gefällig? Magnesium brauchst du, damit …

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Warum ist Magnesium in den Wechseljahren so wichtig?

Gehen wir nun ins Detail: In den Wechseljahren verwandelt sich dein Körper in eine Großbaustelle – das führt in vielen Fällen zu Überforderung. Hitzewallungen, Schlafstörungen, innerer Unruhe, Stress, Müdigkeit, Krämpfen, Verspannungen, Menstruationsschmerzen oder Kopfweh. Die Liste an Beschwerden ist lang. Viele davon decken sich mit jenen eines Magnesiummangels. Der Grund: Bei Frauen in der Menopause kann es leicht zu einer Unterversorgung kommen. Drei Faktoren spielen dabei eine Rolle:

  • Hormonelle Schwankungen: Sie bedeuten für deinen Organismus Stress. Und bei Stress ist dein Magnesiumbedarf deutlich erhöht.

  • Hitzewallungen: Frauen, die jetzt viel schwitzen, verlieren mehr Nährstoffe als sonst.

  • Alter: Einseitige Ernährung führt langfristig zu Mangelzuständen, weswegen du Vitamine, Mineralstoffe und Co. stärker im Blick haben solltest.  

Umgekehrt kann ein ausgeglichener Magnesiumhaushalt somit nicht nur dein allgemeines Wohlbefinden verbessern, sondern auch positive Effekte auf Beschwerden der Menopause haben.

Die Quintessenz lautet also: Versorge deinen Körper in dieser Phase mit genügend Magnesium, damit er diese gut übersteht. So kann dich Magnesium in den Wechseljahren unterstützen:

  • löst Muskelverspannungen und -krämpfe

  • fördert deine Schlafqualität

  • stabilisiert deinen Energiehaushalt

  • sorgt für weiterhin robuste Knochen und Muskeln

  • unterstützt dein Nervensystem

  • hebt deine Stimmung

  • stärkt deine mentale und körperliche Belastbarkeit

Alles über Magnesium erfahren

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7 häufige Beschwerden der Wechseljahre und wie dich Magnesium dabei unterstützen kann

Sieben der wichtigsten Wechseljahresbeschwerden und welche Rolle dabei Magnesium spielt, schauen wir uns im Folgenden noch genauer an:

  1. Stress und Magnesium: Kündigen sich die Wechseljahre an, befinden sich viele Frauen gerade ohnehin in einer herausfordernden Phase: Sie kümmern sich nicht nur um Kinder und oft auch Angehörige, sondern sind auch beruflich gefordert. Stress ist somit vorprogrammiert. Die Folge: Cortisol flutet deinen Körper, ein hormonelles Ungleichgewicht entsteht. Stress ist auch Gift für deinen Magnesiumhaushalt er entzieht deinem Körper diesen wichtigen Vitalstoff. Du bist also in einem Teufelskreis gefangen, in welchem sich Stress und ein Magnesiummangel gegenseitig befeuern. Gönnst du deinem Körper nun eine Extraportion Magnesium, durchbrichst du diesen Teufelskreis, dein Körper atmet auf, dein Nervensystem beruhigt sich.

  2. Hitzewallungen und Magnesium: Plötzliche Schweißausbrüche sind in den Wechseljahren keine Seltenheit. Oft sind deine Hormone schuld daran – vor allem ein sinkender oder schwankender Östrogen- oder Progesteronspiegel. Magnesium kann das zwar nicht verhindern, ist aber in geringem Maße an der Regulierung deiner Körpertemperatur beteiligt. Eine gute Versorgung mit diesem wertvollen Vitalstoff ist also in diesem Fall sinnvoll.

  3. Kopfschmerzen und Magnesium: Aus der Balance geratene Hormone lösen in den Wechseljahren vermehrt Kopfschmerzen aus. Hierbei kann Magnesium ebenso helfen: Der Mineralstoff beruhigt und stabilisiert dein Nervensystem.

  4. Muskelkrämpfe und Magnesium: Fehlt deinem Körper Magnesium, können deine Muskeln nicht optimal arbeiten. Dann stehen Verspannungen und Krämpfe an der Tagesordnung. Magnesium kann hier gute Dienste leisten, da es Verspannungen lindern kann.

  5. Menstruationsbeschwerden und Magnesium: Um die Schleimhaut während der Menstruation abzustoßen, zieht sich deine Gebärmuttermuskulatur in dieser Zeit zusammen. Für viele Frauen ist das schmerzhaft. Was diese Schmerzen zusätzlich verstärken kann? Ein Magnesiummangel. Denn die Gebärmutter ist – wie jeder andere Muskel – auf Magnesium angewiesen. Greif deiner Gebärmutter daher während der Menopause mit Magnesium unter die Arme.

  6. Schlafprobleme und Magnesium: Zu den häufigsten Ursachen von Schlafstörungen in den Wechseljahren zählen Stress, innere Unruhe, aber auch Wadenkrämpfe, Hitzewallungen oder Übelkeit. Magnesium unterstützt dich nicht nur dabei, diese Symptome zu lindern und so die Schlafqualität positiv zu beeinflussen, sondern kann auch Tiefschlafphasen verbessern.

  7. Blähbauch und Magnesium: Bei vielen Frauen macht die Verdauung während der Menstruation Probleme – ganz egal, ob es sich dabei um Durchfall, Verstopfung oder einen Blähbauch handelt. Es ist zwar nicht belegt, dass Magnesium in den Wechseljahren einen Blähbauch entspannen kann, eine gute Versorgung mit diesem wertvollen Vitalstoff hilft dir allerdings dabei, generell gut durch die Menopause zu kommen – und davon profitiert auch deine Verdauung.

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Wie du einen Magnesiummangel während der Wechseljahre erkennst

Viele der typischen Symptome, die auf einen Magnesiummangel hindeuten können, decken sich also mit jenen, die sich verstärkt während der Wechseljahre einstellen. Achte daher vor allem auf folgendes:

  • Muskelkrämpfe, -verspannungen und -zuckungen

  • Kopfschmerzen und Migräne

  • Schwindel

  • Schlafstörungen

  • Übelkeit, Durchfälle und andere Magen- oder Darmbeschwerden

  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Händen und Füßen

  • Herzrhythmusstörungen, Durchblutungsstörungen, Atemnot

  • Angst, Nervosität, Reizbarkeit, depressive Verstimmungen

  • Antriebslosigkeit, Müdigkeit

  • Konzentrationsschwäche

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Welche Ernährung dir in den Wechseljahren viel Magnesium liefert

Mehr Magnesium – so lautet somit das Gebot der Stunde. Und das setzt du am besten um, indem du auf die richtige Ernährung achtest. Folgende Lebensmittel sind reich an Magnesium:

  • Haferflocken

  • Vollkornbrot

  • Cashewkerne

  • Sonnenblumenkerne

  • Quinoa

  • Hülsenfrüchte

  • Spinat

  • Bananen

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Magnesium in den Wechseljahren supplementieren: Unterstützung für deinen Körper

Begleitend dazu kannst du deinen Körper mit hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln unterstützen, um deinen täglichen Bedarf an Magnesium zu decken. Experten empfehlen 310–320 mg für Frauen pro Tag.

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Welche Nährstoffe braucht dein Körper in den Wechseljahren noch?

Magnesium kann für dich in den Wechseljahren somit ein wahrer Game-Changer sein. Daneben solltest du aber noch auf eine Reihe anderer Nährstoffe achten:

  • B-Vitamine: Dein Nervensystem freut sich zusätzlich zu Magnesium über B-Vitamine. Sie helfen dir dabei, Stress zu reduzieren und tragen zur Ausschüttung des Glückshormons Serotonin bei. So verbessert sich deine Stimmung und du kommst besser mit den Veränderungen der Menopause zurecht.

  • Vitamin D: Diesen Vitalstoff benötigen sowohl deine Knochen als auch dein Immunsystem. Darüber hinaus kann das Sonnenvitamin deine Laune optimieren.

  • Calcium: Noch ein unverzichtbarer Nährstoff für gesunde und stabile Knochen. Er ist vor allem deswegen wichtig, weil dein Organismus in den Wechseljahren immer weniger davon in den Knochen einlagert. Das kann sie porös machen.

Daneben spielen Kalium, Natrium, Eisen, Vitamin A, Vitamin C und Vitamin E sowie Zink und Folsäure in den Wechseljahren eine wichtige Rolle.

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Fazit:

Viele Sportler:innen schwören schon lange auf Magnesium, um genügend Power für jedes Training zu haben und zugleich ihre Muskeln bei der Regeneration zu unterstützen. Aber auch Frauen, die sich in den Wechseljahren befinden, sollten sich den Vitalstoff näher ansehen. Denn während dieser Achterbahnfahrt, in der der Körper nach und nach die Produktion von Östrogen und Progesteron einstellt, können etliche Beschwerden auftauchen. Ob Stress, Schlafstörungen oder Konzentrationsprobleme – bei vielem davon kann Magnesium helfen. Es lohnt sich also, diesem Mineralstoff eine Chance zu geben.

Margit Weichselbraun mit langen Haaren in einem schwarzen Kleid, mit verschränkten Armen in einem sanft beleuchteten Raum stehend. Schwarz-Weiß-Foto.

Mag. Margit Weichselbraun

Expertin Wissensmanagement, BIOGENA

Die faszinierende Welt der Mikronährstoffe und bewegende Gesundheitsthemen sind eine große Leidenschaft der studierten Ernährungswissenschaftlerin. Gekonnt zaubert die passionierte Wortschmiedin aus diversen wissenschaftlichen Quellen Beiträge, die umfangreiche Themen verständlich darlegen. Privat ist Margit Weichselbraun außerdem Vollblut-Mama zweier Kinder.

FAQs

Häufig gestellte Fragen zum Thema Magnesium in den Wechseljahren

Quellen:

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McCabe D, Lisy K, Lockwood C, Colbeck M. The impact of essential fatty acid, B vitamins, vitamin C, magnesium and zinc supplementation on stress levels in women: a systematic review. JBI Database System Rev Implement Rep. 2017 Feb;15(2):402-453. doi: 10.11124/JBISRIR-2016-002965. PMID: 28178022. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28178022/

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