Gesundheit

Wie viel Calcium pro Tag bei Osteoporose?

von Dr. Michael Kohlberger, BSc, MSc
am 16.02.2026
Skiläufer auf leerer Piste, Obenansicht

Calcium ist der wichtigste Mineralstoff für unsere Knochen. Es sorgt für ihre Festigkeit und Stabilität und spielt eine zentrale Rolle im gesamten Knochenstoffwechsel. Besonders bei Osteoporose, einer Erkrankung, die durch einen fortschreitenden Verlust der Knochendichte gekennzeichnet ist, ist Kalzium von entscheidender Bedeutung. Aber wie viel Calcium braucht der Körper täglich, um die Knochen zu stärken und Osteoporose vorzubeugen? Und warum reicht es nicht aus, nur Kalzium zu sich zu nehmen? In diesem Blogbeitrag erfährst du alles über die richtige Kalziumzufuhr bei Osteoporose und wie dieser Mineralstoff zusammen mit anderen Nährstoffen die Knochengesundheit langfristig fördern kann.

Wie viel Calcium pro Tag bei Osteoporose?

Die empfohlene tägliche Menge an Kalzium hängt von verschiedenen Faktoren wie Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand ab. Für Erwachsene mit Osteoporose wird in der Regel eine tägliche Kalziumzufuhr von 1.000 bis 1.500 mg empfohlen. Ältere Menschen oder solche mit einer bestehenden Osteoporose können auch höhere Mengen benötigen, da der Kalziumabbau mit zunehmendem Alter steigt. Wichtig ist, die Kalziumaufnahme über den Tag zu verteilen und auf eine ausreichende Zufuhr durch die Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel zu achten. Die Zufuhr durch Supplemente sollte dabei 1.000 mg pro Tag nicht übersteigen.

Welches Calcium ist das beste bei Osteoporose?

Es gibt viele verschiedene Formen von Kalziumpräparaten, aber Kalziumcitrat und Kalziumcarbonat gehören zu den häufigsten und besten Optionen. Kalziumcitrat wird besser vom Körper aufgenommen und eignet sich daher besonders für Menschen mit einer verminderten Magensäureproduktion oder für ältere Menschen. Kalziumcarbonat ist dagegen kostengünstiger und enthält mehr Kalzium pro Dosis, benötigt jedoch eine ausreichende Magensäure, um gut absorbiert zu werden.

Jedoch ist es wichtig zu betonen, dass Kalzium alleine nicht ausreicht, um Osteoporose effektiv zu behandeln oder vorzubeugen. Kalzium sollte immer in Kombination mit anderen wichtigen Nährstoffen wie Vitamin D und Vitamin K2 eingenommen werden, da diese die Kalziumaufnahme und -verwertung im Körper optimieren.

Kann ich den Calcium Bedarf durch Lebensmittel decken?

Ja, die Aufnahme von Kalzium über die Nahrung ist eine der besten Methoden, um den täglichen Bedarf zu decken und die Knochengesundheit zu fördern. Kalziumreiche Lebensmittel wie Milchprodukte (z. B. Käse, Joghurt und Milch), grünes Blattgemüse (wie Brokkoli und Grünkohl) sowie Fisch (besonders solche mit essbaren Gräten wie Sardinen und Lachs) sind ausgezeichnete Quellen. Auch pflanzliche Alternativen wie angereicherte Soja- oder Mandelmilch und Tofu bieten eine gute Menge an Kalzium. Die Kombination dieser Lebensmittel mit einer ausreichenden Vitamin-D-Zufuhr verbessert die Kalziumaufnahme im Körper, was für starke Knochen und die Prävention von Osteoporose entscheidend ist. Da die körpereigene Bildung von Vitamin D durch Sonnenlicht – insbesondere in den Wintermonaten oder bei geringer Sonneneinstrahlung – oft unzureichend ist, kann die ergänzende Einnahme von Vitamin-D-Präparaten sinnvoll sein, um eine optimale Versorgung sicherzustellen.

Vitamin D und Calcium bei Osteoporose – Ein Power-Duo

Vitamin D spielt eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Kalzium aus der Nahrung in den Körper aufzunehmen und in den Knochen einzulagern. Ohne ausreichend Vitamin D kann Kalzium nicht effektiv verwertet werden, was zu einer Schwächung der Knochen und zu einer erhöhten Gefahr von Brüchen führen kann. Deshalb ist es für Menschen mit Osteoporose oder Osteopenie besonders wichtig, sowohl Kalzium als auch Vitamin D zu ergänzen, um eine optimale Knochengesundheit zu gewährleisten.

Weitere Nährstoffe zur Unterstützung deiner Knochendichte

Zusätzlich zu Kalzium und Vitamin D gibt es weitere Nährstoffe, die deine Knochen stärken können:

Phosphor ist zusammen mit Calcium ein wesentlicher Baustein für die Knochensubstanz. Vitamin K2 spielt eine wichtige Rolle dabei, das Kalzium gezielt in den Knochen einzulagern und so deren Festigkeit zu fördern. Bor unterstützt den Kalziumstoffwechsel und trägt zur Erhaltung der Knochendichte bei, während Silizium, vor allem aus Quellen wie Bambusextrakt, die Bildung von Kollagen und somit die Knochengesundheit stärkt. Diese Nährstoffe wirken zusammen, um die Knochenstruktur zu stabilisieren und das Risiko für Osteoporose zu reduzieren.

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Fazit: Osteoporose ist eine Erkrankung, die durch den Verlust an Knochendichte charakterisiert ist und zu einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche führt. Eine regelmäßige Knochendichtemessung kann helfen, die Knochengesundheit zu überwachen und frühzeitig eine Osteoporose zu erkennen. Die richtige Kombination von Kalzium und Vitamin D ist unerlässlich, um die Knochengesundheit zu erhalten und zu verbessern.

Häufig gestellte Fragen zu Kalzium und Osteoporose

Es gibt den Irrglauben, dass Calcium alleine ausreicht, um Osteoporose zu behandeln. Tatsächlich ist Kalzium ein wichtiger Baustein, aber ohne die richtige Unterstützung durch Vitamin D und Vitamin K2 kann Kalzium nicht optimal in den Knochen eingelagert werden. Deshalb sollte Kalzium immer in Kombination mit diesen Mikronährstoffen eingenommen werden.

Es gibt den Mythos, dass Kalzium und Vitamin D nicht gleichzeitig eingenommen werden sollten. In Wirklichkeit ist die Kombination von Kalzium und Vitamin D sogar sehr vorteilhaft, da Vitamin D die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung fördert. Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass die gleichzeitige Einnahme dieser beiden Nährstoffe problematisch ist.

Kalziumreiche Lebensmittel sind insbesondere Milchprodukte (wie Käse, Joghurt und Milch), grünes Blattgemüse (wie Brokkoli und Grünkohl), Fisch (insbesondere mit essbaren Gräten wie Sardinen und Lachs) sowie angereicherte pflanzliche Milchalternativen (wie Soja- oder Mandelmilch). Auch Tofu und Mandeln sind gute Kalziumquellen.

Das beste Kalziumpräparat bei Osteoporose ist in der Regel eines, das zusammen mit Vitamin D und Vitamin K2 eingenommen wird. Kalziumcitrat ist oft eine gute Wahl, da es besser vom Körper aufgenommen wird, vor allem bei älteren Menschen oder solchen mit eingeschränkter Magensäureproduktion. Aber auch in Form von Hydroxyapatit oder Korallenpulver kann das Calcium positiv zur Knochendichte beitragen.

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