Mikronährstoffe

Coenzym Q10 Studie: BIOGENA Good Health Study

Nahaufnahme von blaugrauen Agavenblättern, die ihre gezackten Ränder und glatten, geschwungenen Oberflächen zeigt.

BIOGENA Redaktion

26.06.20263 Min Lesezeit

Wer Energie sagt, der muss auch Coenzym Q10 sagen. Schließlich fungiert der Vitalstoff als eine Art Zündfunke bei der Energiegewinnung unserer Zellkraftwerke. Wieso Coenzym Q10 dennoch nicht in einem Atemzug mit Magnesium oder Eisen genannt wird, verdankt es vermutlich der Tatsache, dass es unser Körper zu einem gewissen Grad selbst bilden kann. Doch gerade in Zeiten wie diesen ist Coenzym Q10 gefragter denn je. Denn je länger die Corona-Pandemie und schwierige geopolitische Situation anhält, desto eher treten auch in der Bevölkerung psychische Erkrankungen auf. Um die mentale (Mehr-)Belastung leichter stemmen zu können, sind ausgewählte Mikronährstoffe unserer Stressabwehr dienlich. Zu diesen zählt (u.a.) auch der oft unterschätzte Powerstoff Coenzym Q10. Dieser hilft nicht nur besser mit Stress umzugehen, sondern auch die dafür benötigte Energie bereitzustellen – in guten wie in schlechten Zeiten.

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Good Health Study zeigt: Gute Q10-Versorgung keine Selbstverständlichkeit

Fettlösliches Antioxidans, kraftvoller Energieschöpfer, ruhmloser Immunschmeichler – Coenzym Q10 ist ohne Frage ein Vitalstoff mit Vitamincharakter (= Vitaminoid). Wieso es dennoch nicht zum Vitamin erkoren wurde, beruht auf dem Umstand, dass wir Q10 nicht nur über die Ernährung zuführen, sondern auch in unserem Körper selbst bilden können. Laut Biogena Good Health Study sind die zweierlei Versorgungswege jedoch noch lange kein Garant für einen guten Coenzym Q10-Status. So lagen die cholesterin-korrigierten Werte bei mehr als einem Viertel (26 %) der Teilnehmer unter dem Normbereich – ein Hinweis für eine ungenügende Q10-Versorgung. Hierbei kann ein Mangel unterschiedliche Gründe haben: Neben einer altersbedingten verringerten Eigenproduktion, kann die Einnahme von Cholesterinsenkern (Statinen) die körpereigene Coenzym Q10-Bildung noch zusätzlich herabsetzen. Ebenso können Erkrankungen, die zu einem gesteigerten Anfall an Radikalen führen, mit einem Q10-Mangel einhergehen.

Gut zu wissen!

Stress ist ein Coenzym Q10- Räuber. Gerade gesunde Menschen mit einer relativ hohen Stressempfindlichkeit scheinen von einer zusätzlichen Zufuhr der Q10- Aktivform Ubiquinol (100 mg täglich) zu profitieren: Schlafprobleme und Stresssensitivität bessern sich.

In Worten gefasst zeigten die GHS-Daten konkret, dass…

  • eine gute Coenzym Q10-Versorgung trotz Eigenproduktion keine Selbstverständlichkeit ist

  • bei mehr als einem Viertel (26 %) der Teilnehmer die cholesterin-korrigierten Werte unter dem Normbereich lag

Gut zu wissen!

Ein Mangel an Coenzym Q10 kann zu einer verringerten körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, chronischer Müdigkeit und zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems führen.

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Ubiquinol: Was diese Coenzym Q10-Form so besonders macht

Egal ob Q10-Mangel oder energetischer Durchhänger: Coenzym Q10 in Form von Ubiquinol ist der Energie-Spender erster Wahl. Während Q10 in seiner inaktiven Ubiquinon-Form erst in Ubiquinol umgewandelt werden muss, steht Ubiquinol unserem Körper sofort und aktiv zur Verfügung. Aus wissenschaftlichen Untersuchungen geht zudem hervor, dass von außen zugeführtes Ubiquinol wesentlich besser als Ubiquinon ins Blut aufgenommen werden kann. All dies ist auch bei einer gezielten Verwendung von Coenzym Q10, wie z.B. in der Behandlung von Long COVID, klar von Vorteil.

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Q10-Status auch eine Ernährungsfrage

Wer meint, dass durch die hauseigene Coenzym Q10-Produktion die Zufuhr über die Ernährung eher zur Nebensache wird, der irrt – zumindest, wenn man sich die aktuellen Ergebnisse der Biogena Good Health Study zu Gemüte führt: Während die VeganerInnen bei den blanken, unbereinigten Coenzym Q10-Werte noch als „Velierer“ dastehen, zeigen die von der modernen Labordiagnostik empfohlenen, cholesterin-korrigierten Werte einen entgegengesetzte Trend: So waren die VeganerInnen im Schnitt um 14 % besser mit Coenzym Q10 versorgt als die MischköstlerInnen, während die VegetarierInnen (36 % unter dem empfohlenen Normbereich) am schlechtesten abschnitten. Zurückführen lässt sich diese Dynamik durch die generell niedrigeren Cholesterinwerte der Veganer. Diese Kehrtwende führt zudem auch die Wichtigkeit eines Cholesterin-Abgleichs der Messwerte im Falle von Q10 vor Augen.

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Auch junge Menschen vor Q10-Mangel nicht gefeit

Steht die körpereigene Q10-Bildung in jungen Jahren in ihr Hochblüte, beginnt sie schon ca. ab dem 30. Lebensjahr abzuflauen. Dass ein optimaler Q10-Status bei jungen Menschen dennoch nicht gang und gäbe ist, zeigen die Daten der Good Health Study. So befanden sich in der Gruppe der 20-29-jährigen 20 % der Frauen und 31 % der Männer im Coenzym Q10-Mangel. Die größte Versorgungslücke zeigten jedoch die 30-39-jährigen Teilnehmern, wo 40 % der Männer und 31 % der Frauen unterversorgt waren, während überraschenderweise die älteste Gruppe (ab 60) am besten versorgt war (Coenzym Q10-Mangel: 14 % der Männer und 18 % der Frauen).

Gut zu wissen!

Nicht nur das Alter, sondern auch häufig verwendete Cholesterinsenker können zu einer Abnahme der körpereigenen Coenzym Q10-Produktion führen.

Sportlich Aktive benötigen durch die erhöhte Muskelarbeit mehr Coenzym Q10, um die dabei entstehenden freien Radikale zu neutralisieren. Die Einnahme von Coenzym Q10 verbessert sowohl die Trainingsleistung, als auch das Ausmaß der subjektiven Erschöpfungsempfindung.

In Worten gefasst zeigten die GHS-Daten konkret, dass…

  • die Ernährung sehr wohl einen gewissen Einfluss auf den Coenzym Q10-Status hat, wobei die vegane Teilnehmerschaft die beste Versorgungslage unter den Ernährungsformen aufwies

  • auch junge Menschen nicht automatisch gute Coenzym Q10-Spiegel haben – die Gruppe der 30-39-jährigen sogar am schlechtesten abschnitt (Q10-Mangel bei 40 % der Männer und 31 % der Frauen)

  • die älteste Teilnehmergruppe in puncto Coenzym Q10 am besten versorgt war – vermutlich aufgrund der präventiven Einnahme von Nahrungsergänzungen

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Abschließende Fakten

  • Das Energie-Coenzym Q10 hilft uns durch schwierige Zeiten, in denen die mentale Gesundheit wieder verstärkt ins Rampenlicht rückt. In seiner Aktivform Ubiquinol verbessert es unsere Stressresistenz und spendet die notwendige Energie für die Herausforderungen des Lebens.

  • Trotz körpereigener Produktion ist ein optimaler Coenzym Q10-Status keine Selbstverständlichkeit. Je nach Alter waren ca. 10 – 40 % der GHS-Teilnehmer:innen unzureichend mit Coenzym Q10 versorgt.

  • Mit steigendem Alter wurden die Coenzym Q10-Spiegel der Teilnehmer zunehmend günstiger – vermutlich aufgrund des verstärkten Einsatz von Q10-haltigen Präparaten ab dem mittleren Alter.

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Die Vision der BIOGENA Good Health Study

Die BIOGENA Good Health Study mit 1377 Teilnehmern nahm sich zum Ziel, ein aktuelles Bild über den Gesundheits- und Versorgungszustand der österreichischen Bevölkerung zu zeichnen und zu belegen, dass eine bessere Mikronährstoffversorgung mit einem Plus an körperlichem und geistigem Wohlbefinden belohnt wird.

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