Anti-Stress & Wohlbefinden

7 praktische Tipps, um befreit ins Neue Jahr zu starten!

Zwei Personen joggen auf einem verschneiten Weg, umgeben von frostbedeckten BĂ€umen, gekleidet in Wintersportbekleidung.

Mag. Margit Weichselbraun

01.01.2023 ‱ 3 Min Lesezeit

Neujahr. Das alte Jahr ist vorbei, das neue Jahr noch nicht geschaffen. Psychologisch gesehen kann uns das Loslassen restlos glĂŒcklich machen – aber auch Angst bereiten. Auf physiologischer Ebene hingegen passieren das Loslassen und die Ausscheidung unerwĂŒnschter Stoffe pausenlos in jeder Zelle und sind somit das NatĂŒrlichste der Welt.

Die Wiener Pummerin hat’s verkĂŒndet: Das Neue Jahr ist eingelĂ€utet. Dennoch schwirren das Schlemmen der Weihnachtszeit und der ĂŒbermĂ€ĂŸige Alkoholkonsum der Silvesternacht noch so manch einem im Kopf herum und erwecken den Wunsch, die körperlichen Altlasten des vergangenen Jahres einfach hinter sich zu lassen. Doch die Frage ist, wie?

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Leber, Niere & Co: Die zentralen Ausscheidungsorgane des Körpers

GrundsĂ€tzlich reinigt sich unser Körper ja laufend und von ganz allein: Leber, Nieren, Galle, Darm und Lunge sind hierbei die zentralen Ausscheidungsorgane und in der Lage, unerwĂŒnschte Stoffwechselprodukte selbststĂ€ndig zu entsorgen. Auch Fremd- und Giftstoffe sowie ĂŒberschĂŒssige SĂ€uren, die ĂŒber die ErnĂ€hrung und Außenwelt in unseren Körper gelangen, werden von ihnen im Idealfall einfach neutralisiert und ĂŒber die Toilette oder Atemluft wieder abgegeben.

Unumstritten wird unseren Reinigungs- und Regulationssystemen jedoch immer mehr zugemutet. Neben einer schlechten ErnĂ€hrung ist unsere Zeit vor allem von Stress und UmwelteinflĂŒssen – wie verschmutzter Luft, giftigen Putzmitteln, Medikamenten, der steigenden Plastiklast und verschiedensten Chemikalien – geprĂ€gt. All diese Faktoren beanspruchen nicht nur die Entgiftungsleistung, sondern auch unser antioxidatives Schutzsystem und den SĂ€ure-Basen-Haushalt. Umso wichtiger ist es, diese Systeme zu entlasten.

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7 Wege, um einfach loszulassen

Um befreit ins Neue Jahr zu starten, gibt es bestimmte Maßnahmen, die jeder von uns ohne großen Aufwand gezielt kurzfristig – oder besser noch stĂ€ndig – umsetzen kann.

  • Basen tanken. Den SĂ€ure-Basen-Haushalt ausgewogen halten ist fĂŒr unseren Körper ein tĂ€glicher Balanceakt. Besonders nach den Feiertagen, die hĂ€ufig von einer fleischlastigen, zuckerreichen Kost geprĂ€gt waren, tun basenbildende, antioxidantienreiche Nahrungsmittel – wie Obst, GemĂŒse, Algen und KrĂ€uter – dem Körper gut. Auch NahrungsergĂ€nzungen können dem SĂ€ure-Basen-Haushalt zusĂ€tzlich wertvolle Basenverbindungen liefern. Tierisches Eiweiß, Zucker, Weißmehl und fettreiches Essen sollten stark reduziert und aufgrund der enthaltenen Zusatzstoffe auf Fertigprodukte verzichtet werden.

  • Darm in Schwung halten. Da viele unerwĂŒnschte Stoffe der heutigen Zeit ĂŒber den oralen Weg in den Körper gelangen, ist der Darm ein wichtiger Ansprechpartner in Sachen Reinigung. Bestimmte ballaststoffreiche Pflanzenfasern, wie z.B. Flohsamen und Leinsamen, tragen zu einem normalen Darmtransit und regelmĂ€ĂŸigem Stuhlgang bei und unterstĂŒtzen so das Ausscheidungsorgan bei der Verrichtung seiner tĂ€glichen Arbeit. ZusĂ€tzlich sollte viel FlĂŒssigkeit – idealerweise in Form von Wasser oder ungesĂŒĂŸten Bio-KrĂ€utertees – auf dem Programm stehen.

  • Leber & Galle rĂŒsten. Um Altlasten loszuwerden, ist auch die gezielte Zufuhr von ausgewĂ€hlten Pflanzenstoffen sinnvoll, die die Ausscheidungsorgane unterstĂŒtzen und entlasten können. LeberunterstĂŒtzend wirken vor allem Pflanzen, die reich an Bitterstoffen sind. Hierzu zĂ€hlt beispielsweise die Mariendistel. ZusĂ€tzlich kann auch die Artischocke das Leber-Galle-System anregen.

  • Powerfood fĂŒr die Darmflora. Unsere Darmflora ist so einmalig wie ein Fingerabdruck. SchĂ€tzungen zufolge besiedeln zwischen 1.800 und 36.000 Bakterien-Arten unseren Darm rasenförmig und bilden so eine wichtige Schutzbarriere gegen potenziell krankmachende Keime und Stoffe. Stress, Alter, ErnĂ€hrung, Medikamente und weitere Lebensstilfaktoren können die Zusammensetzung der Darmflora beeinflussen. Bestimmte Ballaststoff-Arten, wie Akazienfasern, Amylopektin oder Citruspektin, dienen den nĂŒtzlichen Darmbakterien allerdings als Nahrung und lassen sie „aufblĂŒhen“.

  • Tief einatmen. Über die Lunge können gasförmige Schadstoffe abgeatmet werden. Neben Alkohol scheidet der Körper auch andere unerwĂŒnschte Substanzen, wie z.B. KohlensĂ€ure und Aldehyde, aus. Egal ob man zackig durch die Winterlandschaft walkt, Bahnen in der Schwimmhalle dreht oder tanzt, bis die WĂ€nde wackeln, die schnellere und tiefere Atmung durch intensive Bewegung kann im wahrsten Sinne des Wortes befreiend wirken.

  • Schadstoffe in Schach halten. Ideal ist es natĂŒrlich, unerwĂŒnschte Schadstoffe erst gar nicht in den Körper zu lassen bzw. so gut wie möglich zu minimieren. So sollte beispielsweise jede Form von Obst und GemĂŒse – egal ob biologisch oder nicht – vor dem Gebrauch gewaschen werden. TĂ€gliches LĂŒften reduziert Schadstoffe in WohnrĂ€umen. Bei Haushaltsreinigern und Kosmetikartikeln sollte zu möglichst natĂŒrlichen Alternativen gegriffen werden.

  • Sich mental befreien. Im Sinne einer ganzheitlichen Reinigung sollten nicht nur dem Körper, sondern auch Seele und Geist genĂŒgend Freiraum zum Loslassen gegönnt werden. Um Stresshormone im Zaum zu halten, sollte man sich tĂ€glich mindestens 5 Minuten Zeit fĂŒr sich – und zwar wirklich nur fĂŒr sich – nehmen. Zu mehr innerer Ruhe können SpaziergĂ€nge in freier Natur, YogaĂŒbungen oder bewusstes tiefes Bauchatmen verhelfen. Handy, Tablet und Laptop sollten indessen mal zur Seite gelegt werden.

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Margit Weichselbraun mit langen Haaren in einem schwarzen Kleid, mit verschrĂ€nkten Armen in einem sanft beleuchteten Raum stehend. Schwarz-Weiß-Foto.

Mag. Margit Weichselbraun

Expertin Wissensmanagement, BIOGENA

Die faszinierende Welt der MikronĂ€hrstoffe und bewegende Gesundheitsthemen sind eine große Leidenschaft der studierten ErnĂ€hrungswissenschaftlerin. Gekonnt zaubert die passionierte Wortschmiedin aus diversen wissenschaftlichen Quellen BeitrĂ€ge, die umfangreiche Themen verstĂ€ndlich darlegen. Privat ist Margit Weichselbraun außerdem Vollblut-Mama zweier Kinder.

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