Mikronährstoffe

Mariendistel: Wirkung und Nebenwirkungen

Eine Frau mit geflochtenem Haar sitzt auf einer Decke in einer sonnigen Wiese und liest ein Buch. Neben ihr steht ein Picknickkorb, umgeben von Bäumen.

Lisa Ressi, MSc

21.08.20243 Min Lesezeit

Die Mariendistel (Silybum marianum) ist eine der bekanntesten Heilpflanzen, die in der Naturheilkunde eine bedeutende Rolle spielt. Insbesondere bei Leberbeschwerden und Verdauungsproblemen wird sie oft empfohlen. Doch welche Wirkungen hat die Mariendistel tatsächlich, und gibt es auch Nebenwirkungen? In diesem Beitrag beleuchten wir die unterschiedlichen Aspekte dieser faszinierenden Pflanze.

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Definition Mariendistel: Heilpflanze mit wirksamen Eigenschaften

Die Mariendistel gehört zur Familie der Korbblütler und ist vor allem im Mittelmeerraum beheimatet. Ihre charakteristischen purpurfarbenen Blüten und die weiß geäderten Blätter machen sie leicht erkennbar. In der Medizin wird hauptsächlich der Wirkstoffkomplex Silymarin aus den Früchten bzw. Samen der Pflanze genutzt. Dieser besitzt antioxidative, entzündungshemmende und zellschützende Eigenschaften, die besonders bei der Behandlung von Lebererkrankungen geschätzt werden.

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Wirkung von Mariendistel

Mariendistel ist bekannt für ihre vielfältigen Wirkungen auf den menschlichen Körper. Ihr Hauptwirkstoff Silymarin wirkt antioxidativ, entzündungshemmend und immunmodulierend. Doch die Heilpflanze hat noch weitaus mehr zu bieten. Im Folgenden betrachten wir ihre spezifischen Wirkungen auf verschiedene Organe und Krankheitsbilder.

Wirkung von Mariendistel auf die Leber

Die Leber ist das zentrale Organ des Stoffwechsels und der Entgiftung. Der Wirkstoff Silymarin, der in Mariendistel enthalten ist, hat sich aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung in Studien besonders bei Entzündungen und Erkrankungen der Leber als hilfreich erwiesen. Es konnte nachgewiesen werden, dass Silymarin die Leber schützt, das Immunsystem unterstützt und die allgemeinen Symptome sowie die Leberwerte verbessern kann. Silymarin fördert zudem die Eiweißproduktion, was die Regeneration der Leberzellen unterstützt.

Wirkung von Mariendistel auf die Galle

Die Mariendistel hat einen positiven Einfluss auf die Gallenblase. Sie fördert die Bildung und den Abfluss der Gallenflüssigkeit, was die Fettverdauung unterstützt und die Entstehung von Gallensteinen verhindern kann. Besonders bei Personen mit chronischen Gallenbeschwerden kann die Mariendistel eine natürliche Unterstützung bieten.

Wirkung von Mariendistel auf den Magen und Darm

Auch im Bereich des Verdauungstrakts entfaltet die Mariendistel ihre Wirkung. Sie kann Magen-Darm-Beschwerden lindern, indem sie die Produktion von Magensaft reguliert und entzündliche Prozesse im Darm beruhigt. Zudem fördert Silymarin die Regeneration der Schleimhäute.  

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Darreichungsformen von Mariendistel: Tee, Kapseln und Co.

Die Mariendistel ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich, je nach individuellem Bedarf und Präferenz. Als Tee wird sie häufig zur Unterstützung der Verdauung eingesetzt. Kapseln und Tabletten bieten eine einfache Möglichkeit, die konzentrierten Wirkstoffe der Pflanze zu sich zu nehmen, insbesondere zur Unterstützung der Leber. Auch Tinkturen und Pulver sind gängige Formen, die je nach Anwendungsvorlieben genutzt werden können.

Da Silymarin schlecht wasserlöslich ist, sind Tees und Tinkturen allerdings nicht so wirksam, wie hochdosierte Kapseln. Mit Kapseln kann man die Eigenschaften der Pflanze effektiv nutzen.

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Nebenwirkungen von Mariendistel

Personen mit einer Allergie gegen Korbblütler sollten bei der Einnahme vorsichtig sein, da hier ein erhöhtes Risiko für allergische Reaktionen besteht. Zur Einnahme von Mariendistel während der Schwangerschaft als auch zur Anwendung bei Kindern gibt es nicht genügend wissenschaftliche Daten und kann daher nicht empfohlen werden.

Lisa Ressi, MSc

Expertin Wissensmanagement & Referentin

Lisa Ressi ist Dipl. Gesundheits-& Krankenpflegerin mit einem Masterabschluss in Gesundheitswissenschaften. Seit über 20 Jahre schlägt Ihr Herz für Mikronährstoffe. Während Ihrer Tätigkeit als freiberufliche Gesundheits-& Krankenpflegerin konnte Sie zudem viel praktische Erfahrungen mit Mikronährstoffen sammeln.

Ihre Reise bei BIOGENA hat 2014 begonnen. Neben Ihrer Tätigkeit als Mikronährstoffberaterin im BIOGENA Store Linz hat Sie mit viel Engagement und Liebe den Kompaktkurs MikronährstoffCoach® ins Leben gerufen. Seit 2022 ist Sie Mitglied des BIOGENA Wissenschaftsteams und kann Ihrer großen Leidenschaft der Wissensvermittlung nachkommen. Ganz nach dem Motto „Wissen schafft Gesundheit“ teilt sie ihr Wissen in Vorträgen, Seminaren, Podcasts oder auch Beiträgen sehr praxisbezogen mit all jenen, die an der Gesundheitsförderung und Therapiebegleitung mit Mikronährstoffen interessiert sind.

FAQs

Häufig gestellte Fragen zu Mariendistel

Weiterführende Literatur:

Camini, F.C. et Costa, D.C. 2020. Silymarin: not just another antioxidant, in: J Basic Clin Physiol Pharmacol. Mar 5; 31(4).

Deak, G. et al. 1990. Immunomodulator effect of silymarin therapy in chronic alcoholic liver diseases. Orv Hetil. 131(24):1291-2.

Deep G, Agarwal R. 2010. Antimetastatic efficacy of silibinin: molecular mechanisms and therapeutic potential against cancer. Cancer Metastasis Rev.;29(3):447‐463.

Gargari, B. et al. (2015). Effects of Silybum marianum (L.) Gaertn.(silymarin) extract supplementation on antioxidant status and hs-CRP in patients with type 2 diabetes mellitus: a randomized, triple-blind, placebo-controlled clinical trial. Phytomedicine, 22(2), 290-296.

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Kim, M.S. et al. 2016. Optimal management for alcoholic liver disease: Conventional medications, natural therapy or combination? in: World J Gastroenterol.;22(1):8-23.

Li Volti, et al. 2011. Effect of silibinin on endothelial dysfunction and ADMA levels in obese diabetic mice. Cardiovascular diabetology, 10, 1-8.

Malewicz, B., et al. 2006. Enhancement of mammary carcinogenesis in two rodent models by silymarin dietary supplements. Carcinogenesis, 27(9), 1739-1747.

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Vargas-Mendoza N. et al. 2020. Flavolignans from Silymarin as Nrf2 Bioactivators and Their Therapeutic Applications, in: Biomedicines; 8(5), S.122.

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