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Was ist Vitamin A?
Vitamin A ist eine fettlösliche Substanz, die in zwei Hauptformen vorkommt:
als Retinol, das in tierischen Produkten zu finden ist und
als Provitamin A (Beta-Carotin), das in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommt.
Während Retinol direkt vom Körper verwendet werden kann, muss Provitamin A (Beta-Carotin) erst in die aktive Vitamin A-Form umgewandelt werden.
Vorkommen von Vitamin A in Lebensmitteln
Vitamin A kommt insbesondere in hohen Konzentrationen in der Leber und leberhaltigen Produkten vor. Auch andere tierische Lebensmittel wie Eier und einige Fischsorten (z. B. Aal) enthalten nennenswerte Mengen des Vitamins.
In pflanzlichen Lebensmitteln ist Vitamin A nicht direkt vorhanden, sondern in Form von Provitaminen wie Beta-Carotin und Alpha-Carotin, die der Körper als Vorstufen des Vitamins nutzt. Diese Provitamine werden zum Teil schon im Dünndarm in Vitamin A umgewandelt (ca. 17 %). Der andere Teil wird nach der Aufnahme in den Körper von den Leber-, Lungen-, Nieren- und Muskelzellen weiter in Vitamin A verstoffwechselt. Zu den wichtigsten pflanzlichen Quellen für Provitamin-A-Carotinoide zählen Gemüse wie Karotten, Kürbis, rote Paprika, Feldsalat, Spinat und Grünkohl. Besonders Menschen, die nur selten Vitamin A-reiche tierische Lebensmittel (z. B. Leber) konsumieren, sollten auf diese pflanzlichen Vitamin-A-Quellen zurückgreifen. In diesem Fall ist es notwendig, dass die Mahlzeit zusätzlich Fett enthält, um die Aufnahme des Vitamins in den Körper zu ermöglichen. Tierische Lebensmittel liefern in der Regel genügend Fett, sodass eine zusätzliche Fettzufuhr hier nicht erforderlich ist.
Auch bei einer rein pflanzlichen Ernährung ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin A grundsätzlich möglich, sofern keine Verdauungsprobleme oder Störungen der Fettverdauung bestehen und darüber hinaus ausreichend aktive Umwandlungsenzyme vorhanden sind. Des Weiteren ist für eine effiziente Umwandlung von Provitamin-A-Carotinoiden zu Vitamin A auch eine adäquate Schilddrüsenfunktion entscheidend.
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Vitamin A und seine Wirkung
Vitamin A ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt. Die bekannteste Funktion ist wohl seine Rolle für das Sehen. Es ist ein Bestandteil des Sehpigments Rhodopsin, das es ermöglicht, bei schwachem Licht zu sehen. Darüber hinaus unterstützt Vitamin A das Wachstum und die Differenzierung von Zellen, die für die Erneuerung von Haut und Schleimhäuten wichtig sind. Von der Stärkung der äußeren Körperbarrieren profitiert auch unsere Immunabwehr. Zusätzlich unterstützt Vitamin A das angeborene und erworbene Immunsystem, indem es die Bildung von weißen Blutkörperchen fördert und so hilft, Infektionen abzuwehren. Das fettlösliche Vitamin spielt aber auch eine Rolle in der Aufrechterhaltung der höheren Funktionen im Zentralnervensystem. Eine ausreichende Versorgung mit dem Vitamin fördert zudem die Fortpflanzungsfähigkeit. Zum einen wirkt es an der Bildung der beiden Geschlechtshormone Testosteron und Östrogen mit, zum anderen ist es auch für die Spermienbildung und -qualität sowie für die Eizell-, Plazenta- und Embryonalentwicklung wichtig.
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Vitamin A Tagesbedarf
Der tägliche Bedarf an Vitamin A hängt vom Alter, Geschlecht und individuellen Lebensumständen ab. Für Erwachsene liegt die empfohlene Tagesdosis bei:
Männer: 850 µg Retinol-Äquivalent (RE)
Frauen: 700 µg RE
Schwangere und stillende Frauen haben einen erhöhten Bedarf an Vitamin A, um die gesunde Entwicklung des Kindes zu unterstützen. Ebenso können Menschen mit bestimmten Erkrankungen, die die Fettaufnahme beeinträchtigen, einen höheren Bedarf haben.
Vitamin A in der Schwangerschaft & bei Kinderwunsch
Bereits beim Kinderwunsch spielt Vitamin A eine Rolle. Es hilft bei der Produktion von Testosteron sowie bei der Entwicklung von Samenzellen und der Plazenta. Aber auch während der Schwangerschaft ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin A besonders wichtig, da es sich auf die Zellteilung und die normale Entwicklung des Embryos auswirkt.
Allerdings ist auch Vorsicht geboten: Eine zu hohe Zufuhr von Vitamin A, insbesondere in Form von Retinol, kann während der Schwangerschaft schädlich sein. Daher sollten Frauen in dieser Phase besonders auf eine ausgewogene Zufuhr durch Nahrungsmittel achten und nur nach Rücksprache mit der Ärztin bzw. dem Arzt Vitamin-A-Präparate einnehmen.
Vitamin A bei Kindern
Für Kinder ist Vitamin A ebenso wichtig, da es das Wachstum und die Sehkraft fördert. Kinder zwischen dem ersten und vierten Lebensjahr benötigen etwa 300 µg Retinol-Äquivalent (RE) pro Tag, während ältere Kinder und Jugendliche je nach Alter und Geschlecht zwischen 350 und 950 µg RE benötigen.
Alter | Männlich | Weiblich |
|---|---|---|
0 bis unter 4 Monate | 500* | 500* |
4 bis unter 12 Monate | 400* | 400* |
1 bis unter 4 Jahre | 300 | 300 |
4 bis unter 7 Jahre | 350 | 350 |
7 bis unter 10 Jahre | 450 | 450 |
10 bis unter 13 Jahre | 600 | 600 |
13 bis unter 15 Jahre | 800 | 700 |
15 bis unter 19 Jahre | 950 | 800 |
* Hierbei handelt es sich um einen Schätzwert der µg / Tag.
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Vitamin-A-Mangel: Einflussfaktoren und Symptome
Ein Mangel an Vitamin A tritt häufig in Entwicklungsländern auf, kann aber auch in Industrieländern vorkommen, wenn die Ernährung dauerhaft einseitig ist oder bestimmte Erkrankungen die Vitaminaufnahme beeinträchtigen. Zu den typischen Symptomen eines Vitamin-A-Mangels gehören Nachtblindheit, eine erhöhte Infektanfälligkeit, trockene Haut sowie Hornhautveränderungen am Auge. Bei Kindern äußert sich ein Mangel häufig durch Wachstumsstörungen und eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit.
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Vitamin A supplementieren: Vitamin A Kapseln und Co.
Für Menschen, die über ihre Ernährung nicht ausreichend Vitamin A aufnehmen oder einen erhöhten Bedarf haben, kann eine Supplementierung sinnvoll sein. Es gibt verschiedene Formen von Nahrungsergänzungsmitteln, darunter Vitamin A Kapseln, Tropfen oder Multivitaminpräparate. Dabei ist es wichtig, die empfohlene Dosierung nicht zu überschreiten.

Vitamin A 1000
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