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Ashwagandha & Gewichtszunahme: Erfahrungen aus Studien

Person in orangefarbener Sportkleidung macht eine Yoga-Pose an einem weiten, sandigen Strand mit felsigen Hügeln und klarem, blauem Himmel im Hintergrund.

Mag. Margit Weichselbraun

17.02.20253 Min Lesezeit

Ashwagandha, auch bekannt alsindischer Ginseng oderSchlafbeere, hat sich als eines der gefragtesten Adaptogene etabliert. Es wird vor allem für seine stressreduzierenden und ausgleichenden Eigenschaften geschätzt. Doch in letzter Zeit taucht häufig die Frage auf, ob Ashwagandha auch zu einer Gewichtszunahme beitragen kann. Ist das nur ein Mythos, oder steckt mehr dahinter? Dieser Beitrag beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Ashwagandha und Gewichtszunahme.

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Im Überblick: Was ist Ashwagandha überhaupt?

Ashwagandha (Withania somnifera) ist eine Heilpflanze aus der ayurvedischen Medizin, die seit über 3.000 Jahren verwendet wird. Sie gehört zu den Adaptogenen, also Pflanzenstoffen, die den Körper dabei unterstützen, besser mit Stress umzugehen. Neben der Stressreduktion wird Ashwagandha eine Vielzahl positiver Effekte zugeschrieben, darunter die Unterstützung des Immunsystems, die Förderung der Konzentration und sogar eine Verbesserung der Schlafqualität.

Die aktiven Wirkstoffe in Ashwagandha, die sogenannten Withanolide, beeinflussen verschiedene Prozesse im Körper. Diese Effekte können auch indirekt auf das Gewicht einwirken – sowohl im Hinblick auf Zu- als auch auf Abnahme.

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Gibt es einen Zusammenhang zwischen Ashwagandha und Gewichtszunahme?

Ja, es gibt Hinweise darauf, dass Ashwagandha das Körpergewicht beeinflussen kann, wobei die Wirkung stark von individuellen Faktoren wie Ernährung, Lebensstil und Hormonhaushalt abhängt. In erster Linie scheint Ashwagandha bei Menschen, die durch Stress oder andere Faktoren an Untergewicht leiden, das Gleichgewicht wiederherzustellen. Dies könnte eine moderate Gewichtszunahme zur Folge haben, besonders wenn es mit einer gesunden Ernährung und ausreichend Bewegung kombiniert wird.

Wichtig ist zu beachten, dass Ashwagandha selbst kein direkter „Fettmacher“ ist. Es wirkt vielmehr regulierend und unterstützt den Körper dabei, ein gesundes Gewicht zu erreichen – egal, ob das Zu- oder Abnahme bedeutet.

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Wie wirkt Ashwagandha im Körper im Hinblick auf Gewichtszunahme?

Der Mythos, dass Ashwagandha zu einer ungewünschten Gewichtszunahme führen kann, ist nicht wissenschaftlich belegt. Aber einige Studien geben Hinweise darauf, dass das Adaptogen die Regulation des Stoffwechsels unterstützt, durch seine stressreduzierenden Eigenschaften ein hormonelles Gleichgewicht fördert und so zu einem entspannten Essverhalten beiträgt. Zudem kann Ashwagandha den Muskelaufbau unterstützen, was insbesondere bei einer gezielten Gewichtszunahme durch Muskelmasse von Vorteil sein kann. In diesem Beitrag beleuchten wir die zentralen Mechanismen, über die Ashwagandha Einfluss auf Gewichtszunahme und Wohlbefinden nimmt.

1. Stoffwechselregulation

Ashwagandha kann den Stoffwechsel positiv beeinflussen. Studien legen nahe, dass es den Energieverbrauch und damit die Verbrennung überschüssiger Kalorien reguliert, indem es den Cortisolspiegel senkt. Bei Menschen mit einem verlangsamten Stoffwechsel durch chronischen Stress kann dies zu einer besseren Nährstoffaufnahme führen. So kann Ashwagandha indirekt einer Gewichtszunahme entgegenwirken.

2. Stressreduktion

Stress ist ein bekannter Faktor, der zu emotionalen Essgewohnheiten führen kann. Chronischer Stress erhöht die Cortisolausschüttung, was oft mit Heißhungerattacken und einer Neigung zu ungesunder Ernährung einhergeht. Ashwagandha wirkt hier ausgleichend, indem es den Cortisolspiegel senkt und somit die Auswirkungen von Stress auf das Gewicht mindert. Hier wirkt Ashwagandha einer Gewichtszunahme also auch eher entgegen.

3. Unterstützung des Muskelaufbaus

Eine interessante Wirkung von Ashwagandha ist die Förderung der Muskelmasse durch die erhöhte Produktion von Testosteron und wiederum die Verringerung der Cortisollevel. Einige Studien zeigen, dass die Pflanze indirekt die Proteinsynthese anregen kann, was insbesondere bei körperlich aktiven Menschen zu einem Muskelzuwachs führen kann. Muskelmasse trägt wiederum zu einer gesunden Gewichtszunahme bei.

4. Einfluss auf das Essverhalten

Ashwagandha kann das Essverhalten indirekt beeinflussen, indem es eine Balance im Hormonhaushalt herstellt. Es gibt Hinweise darauf, dass Menschen, die Ashwagandha einnehmen, seltener unter Heißhungerattacken leiden und insgesamt ein gesünderes Verhältnis zur Nahrung entwickeln. Das kann sich positiv auf das eigene Körpergewicht auswirken.

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Fazit: Was ist dran an dem Gerücht, dass Ashwagandha zur Gewichtszunahme beiträgt?

Ashwagandha trägt nicht zur Gewichtszunahme bei, sondern wirkt regulierend auf den Körper. Es kann durch Stressreduktion, einer verbesserten Stoffwechselbalance und der Zügelung von Heißhungerattacken einer ungewünschten Gewichtszunahme sogar eher entgegenwirken. Durch die Förderung des Muskelaufbaus trägt es indirekt zu einer gesunden Gewichtszunahme bei.

Margit Weichselbraun mit langen Haaren in einem schwarzen Kleid, mit verschränkten Armen in einem sanft beleuchteten Raum stehend. Schwarz-Weiß-Foto.

Mag. Margit Weichselbraun

Expertin Wissensmanagement, BIOGENA

Die faszinierende Welt der Mikronährstoffe und bewegende Gesundheitsthemen sind eine große Leidenschaft der studierten Ernährungswissenschaftlerin. Gekonnt zaubert die passionierte Wortschmiedin aus diversen wissenschaftlichen Quellen Beiträge, die umfangreiche Themen verständlich darlegen. Privat ist Margit Weichselbraun außerdem Vollblut-Mama zweier Kinder.

FAQs

Häufig gestellte Fragen zu Ashwagandha im Zusammenhang mit Gewichtszunahme:

Quellen:

Chandrasekhar, K., Kapoor, J., & Anishetty, S. (2012). "Eine prospektive, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit eines hochkonzentrierten Vollspektrum-Extrakts der Ashwagandha-Wurzel zur Reduzierung von Stress und Angst bei Erwachsenen." Indian Journal of Psychological Medicine, 34(3), 255-262.

Choudhary, D., Bhattacharyya, S., & Joshi, K. (2017). Body weight management in adults under chronic stress through treatment with ashwagandha root extract: a double-blind, randomized, placebo-controlled trial. Journal of evidence-based complementary & alternative medicine22(1), 96-106. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27055824/

Grandhi, A., Mujumdar, A. M., & Patwardhan, B. (1994). A comparative pharmacological investigation of Ashwagandha and Ginseng. Journal of ethnopharmacology44(3), 131-135. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/7898119/

Salve, J., Pate, S., Debnath, K., Langade, D. (2019). "Adaptogene und Anti-Stress-Wirkung von Wurzelextrakt bei gesunden Erwachsenen: Eine doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte klinische Studie." Cureus, 11(12): e6466.

Wankhede, S., Langade, D., Joshi, K., Sinha, S. R., & Bhattacharyya, S. (2015). "Untersuchung der Wirkung von Withania somnifera auf Muskelkraft und Erholung: Eine randomisierte kontrollierte Studie." Journal of the International Society of Sports Nutrition, 12(1), 43. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26609282/

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