Better Living

BIOGENA Good Health Study: Hyperlipidämie

Ein leuchtend rotes abstraktes Bild mit verstreuten hellroten Punkten und strukturierten dunkelroten und schwarzen Bereichen, das an eine mikroskopische Ansicht oder eine kosmische Szene erinnert.

BIOGENA Redaktion

26.06.20263 Min Lesezeit

Hohe Blutfettwerte (= Hyperlipidämie) sind heimtückisch: Lange Zeit beschwerdefrei lässt ein Fettüberschuss unsere Adern verkalken. Unterschiedlichste „Gesundheitskanäle“ arbeiten deshalb seit Jahren daran, auf die stille Gefahr aufmerksam zu machen und ein Bewusstsein für potenzielle Gegenmaßnahmen zu schaffen. Sind diese Bemühungen bei vielen älteren Menschen bereits geglückt, stoßen die Sensibilisierungsversuche bei jüngeren Generationen oft unseligerweise auf taube Ohren. Schließlich verkalken Arterien nicht von heute auf morgen, sondern über Jahrzehnte hinweg. Hinzu kommt, dass eine frühzeitige Risikoerkennung einen besseren Präventions- und Behandlungsspielraum lässt. Doch wie ist es nun um die Fettwerte von Herrn und Frau Österreicher bestellt? Die BIOGENA Good Health Study beleuchtet.

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Veganer:innen brillieren mit Vorzeige-Blutfettwerten

„Jeder Mensch ist seines eigenes Glückes Schmied.“ Diese alte Binsenweisheit erweist sich vielerorts im Leben als trefflich. Und so liegen auch unsere Blutfettwerte zu einem bestimmten Grad – über das, was wir essen – in unseren eigenen Händen. Dass unser Lipidstoffwechsel nicht nur leicht, sondern sogar erheblich von der Ernährung abhängt, verdeutlicht die Good Health Study: So hatte die sich rein-pflanzlich ernährende, vegane Gruppe die mit Abstand niedrigsten Cholesterinwerte (Gesamtcholesterin: 171,1 mg/dl; schlechtes LDL-Cholesterin: 98,1 mg/dl) und war zugleich auch die einzige Kostform, deren Lipidwerte im Optimalbereich lagen. Am schlechtesten unter allen Ernährungsformen schnitt hingegen die Gruppe der „alles essenden“ Mischköstler:innen ab (Gesamtcholesterin: 214,9 mg/dl, LDL-Cholesterin: 138,7 mg/dl).

Gut zu wissen!

Eine Ernährungsumstellung ist eine wichtige nicht-medikamentöse Maßnahme, um erhöhte Fettwerte besser in den Griff zu bekommen.

In Worte gefasst zeigten die GHS-Daten, dass...

  • wir gute Cholesterin- und Fettwerte zu einem erheblichen Maße selbst in der Hand haben

  • sich eine rein pflanzliche Ernährung günstig auf den Cholesterinspiegel auswirkt

  • die vegane Gruppe die einzige Kostform mit optimalen Gesamtcholesterin- und LDL-Werten war

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Fettwerte lassen Österreicher:innen "alt aussehen"

„Der Mensch ist so alt wie seine Gefäße“, pflegte einst der Berliner Pathologe Robert Rössle (1876 bis 1956) zu sagen. Wenn es danach geht, lassen die Blutfettwerte Menschen egal welcher Altersstufe ganz schön alt aussehen. Immerhin wurden im Zuge der Good Healthy Study bei 72 % der Frauen und bei 70 % der Männer zu hohe Gesamtcholesterinwerte (≥190 mg/dl) nachgewiesen. 79 % der Frauen und 85 % der Männer zeigten zudem ein Übermaß an „schlechtem“ LDL-Cholesterin (≥100 mg/dl) auf.

Gut zu wissen!

Erhöhte Cholesterinspiegel sind keine Frage des Alters! Rund 55 % der unter 40-jährigen Österreicher:innen hatten nachweislich zu hohe Gesamtcholesterinwerte.

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Auch der LDL/HDL-Quotient, der wichtig zur Beurteilung des Herzkreislaufrisikos ist, liess vielerorts zu wünschen übrig

LDL/HDL-Quotient Frauen

20-29 Jahre

30-39 Jahre

40-49 Jahre

50-59 Jahre

60+

alle Altersgruppen

>3 (ungünstig)

6,3 %

7,2 %

9,0 %

14,7 %

18,8 %

11,3 %

<3 (günstig)

93,8 %

92,8 %

91,0 %

85,3 %

81,3 %

88,7 %

Bemerkenswerterweise spiegelte sich auch beim LDL/HDL-Verhältnis die Ernährungsweise wider. So lag nur bei der veganen und vegetarischen Gruppe der Quotient unter 2 – ein Wert, der von Personen mit einem erhöhten kardialen Risiko angestrebt werden sollte.

04

Schädliches Lipidprotein (A) - bei jedem Vierten zu hoch

Wie wichtig es wäre, sich bereits in jüngeren Jahren ein regelmäßiges Bild von seinen eigenen Blutfettwerten machen zu lassen, zeigte auch die Messung von Lipoprotein (a) - einem Fett-Transportprotein, das im Übermaß das Auftreten von Gefäßverkalkungen begünstigt. So waren die Lipoprotein-(a)-Werte in allen Altersgruppen bei rund 25 % der Teilnehmer:innen erhöht. Hierbei wussten vermutlich viele der Betroffenen nichts von der stillen Gefahr.

Gut zu wissen!

Wie hoch unser Lipoprotein (a)- Spiegel ist, ist uns in erster Linie die Wiege gelegt. Ernährung und Lebensstil spielen hier kaum eine Rolle. In der Ernährungsmedizin gilt indes die Einnahme von Niacin (2-4 g täglich) als ein effektiver Ansatz, um erhöhter Lipoprotein (a)-Werte zu senken.

In Worte gefasst zeigen die GHS-Daten konkret, dass..

  • in Österreichs Blutgefäßen ein ernstzunehmender „Fett-Überschuss“ vorherrscht

  • sowohl das Gesamtcholesterin als auch das schlechte LDL-Cholesterin bei einem Großteil der männlichen und weiblichen Teilnehmer (70–85 %) zu hoch war

  • bereits ca. 55 % der unter 40-jährigen Österreicher:innen zu viel Cholesterin im Blut hatten

  • nur die vegane und die vegetarische Gruppe über einen idealen, gefäßschützenden LDL/HDL-Quotienten verfügte

  • in allen Altersgruppen bei rund einem Viertel der Teilnehmer die Werte an gefäßschädigendem Lipoprotein (a) erhöht war

05

Abschließende Fakten

  • Die Good Health Study untermauert, dass Österreich vor einem fetten Gesundheitsproblem steht.

  • Der heimtückische „Fettüberschuss“ (= Hyperlipidämie) zieht sich durch einen Großteil der Bevölkerung und macht auch vor jüngeren Semestern nicht halt.

  • Da ein Fettüberschuss unsere Arterien still und heimlich verkalken lässt, ist Handeln gefragt – und das lieber früher als später.

  • Neben einem gesunden Lebensstil und einer stark pflanzenbetonten Ernährungsweise können auch natürliche Substanzen wie Rotschimmelreis, lösliche Ballaststoffe, Beta-Glucane, Phytosterine und Omega-3-Fettsäuren dabei helfen, die Fettwerte zu optimieren.

06

Die Vision der BIOGENA Good Health Study

Die BIOGENA Good Health Study mit 1377 Teilnehmer:innen nahm sich zum Ziel, ein aktuelels Bild über den Gesundheits- und Versorgungszustand der österreichischen Bevölkerung zu zeichnen und zu belegen, dass eine bessere Mikronährstoffversorgung mit einem Plus an körperlichem und geistigem Wohlbefinden belohnt wird.

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