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Das Gute der Ananas für eine verbesserte Wundheilung

Drei Frauen stehen zusammen in einem Raum, lächeln, wobei eine ein Dokument in der Hand hält – in einer Büroumgebung mit einer Treppe im Hintergrund.
Redaktion

29.03.20171 Min Lesezeit

Die Notwendigkeit von Mikronährstoffen für die Wundheilung ist hinlänglich bekannt. Ohne eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen kann der Heilungsprozess nachhaltig gestört werden. Die Wundheilung ist ein komplexer Vorgang, bei dem verletztes Gewebe abgebaut und durch neues Gewebe ersetzt wird, was den Bedarf an Energie und Nährstoffen erhöht.

Eine Wunde bewirkt Veränderungen in den Energie-, Protein-, Kohlenhydrat-, Fett-, Vitamin- und Mineralstoffwechseln. Bei einer Verletzung setzt der Körper Stresshormone frei, wodurch sich der Stoffwechsel ändert, um den verletzten Bereich mit den für die Heilung benötigten Nährstoffen zu versorgen. Dies wird auch als katabole Phase bezeichnet, in der es zu einem Anstieg der Stoffwechselrate, einem Verlust an Wasser und einem erhöhten Kollagen- und Zellstoffwechsel kommt. Hält die katabole Phase über einen längeren Zeitraum an, ohne dass der Körper mit einer ausreichenden Menge an Nährstoffen versorgt wird, kann es zu einer Protein-Energie-Mangelernährung (PEM) kommen. Dabei verwendet der Körper Proteine hauptsächlich zur Energiegewinnung, was zu einer verringerten Versorgung mit Aminosäuren für die Bildung von zur Heilung benötigten Proteinen führt. Somit steht eine PEM in direktem Zusammenhang mit einer gestörten Wundheilung.

Mikronährstoffe, also Vitamine und Mineralstoffe, werden in allen Phasen des Wundheilungsprozesses (Entzündungsphase, Proliferations-/Reparaturphase, Umbau-/Remodelling-Phase) benötigt und sind deshalb essentielle Cofaktoren für einen ungestörten Heilungsvorgang.

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Mikronährstoff-Defizite sind weit verbreitet

Das Thema Mangelernährung im Zusammenhang mit Wundheilung aber auch generell mit Erkrankungen erfährt noch immer nicht die Aufmerksamkeit, die es verdient. Gerade bei chronischen Erkrankungen und bei langjähriger Medikamentenverwendung ist das Abgleiten des Patienten in eine Mangelsituation wahrscheinlich. Dadurch wird das Risiko für Komplikationen erhöht, zu denen ein erhöhtes Infektionsrisiko, ein gesteigerter Bedarf an Medikamenten und eine verlängerte Rehabilitationszeit zählen. Dies vermindert die Lebensqualität der Patienten und erhöht die ökonomische Belastung des Gesundheitssystems.

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Unterstützung durch proteolytische Enzyme

Das proteolytische Enzym Bromelain aus der Ananas ist als topische Behandlungsoption bereits erfolgreich erprobt. Auch gibt es Hinweise, dass seine orale Supplementierung die Wundheilung fördert. Bromelain hat antiinflammatorische, antiödemische und fibrinolytische Eigenschaften. Letztere sind durch die durch Bromelain verstärkte Umwandlung von Plasminogen zu Plasmin bedingt, was die Abbaurate von Fibrin erhöht.

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