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Studie: Veränderte Darmflora bei Depressionen
In der aktuellen Studie verglich ein 15-köpfiges Forschungsteam das Mikrobiom von 1054 Patienten mit diagnostizierter Depression mit dem Mikrobiom von 1070 gesunden Menschen. Es zeigte sich, dass die Butyrat-produzierenden Keime Faecalibacterium und Coprococcus mit einer höheren Lebensqualität assoziiert waren. Die Keimzahl von Coprococcus sowie jene der Bakterien-Gattung Dialister war in der Stichprobe der depressiven Patienten dezimiert und das sogar, nachdem die Depression mithilfe von Antidepressiva korrigiert worden war.
Eine Stoffwechselanalyse der vorliegenden Mikroorganismen-Gemische zeigte zudem einen positiven Zusammenhang von dem bakteriellen Stoffwechselprodukt 3,4-Dihydroxyphenylessigsäure (ein Zwischenprodukt des körpereigenen Glückshormons Dopamin) und der mentalen Lebensqualität und wies auf eine mögliche Rolle der mikrobiellen Produktion von γ-Aminobuttersäure (ein wichtiger körpereigener Botenstoff) bei Depressionen hin.
Fazit: Schon seit Längerem wird eine Beziehung zwischen einer gestörten Darmflora und Depressionen vermutet. Die aktuellen Studienergebnisse bestätigen einmal mehr, dass sich die Darmflora und deren Stoffwechselprodukte von Patienten mit Depressionen deutlich von jenen von Gesunden unterscheidet.
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