01
Was ist Glutathion?
L-Glutathion (kurz auch nur „Glutathion“ genannt) ist eine natürliche körpereigene Substanz, die in praktisch allen menschlichen Zellen vorkommt. Um den Vitalstoff selbst herzustellen, benötigt der Körper allen voran drei Zutaten: Glutaminsäure, Cystein und Glycin. Dieses Aminosäure-Trio macht Glutathion aus chemischer Sicht zu einem sogenannten „Tripeptid“.
02
Wo wird Glutathion gebildet?
Grundsätzlich besitzen alle Körperzellen die Fähigkeit Glutathion herzustellen. Bevorzugt wird es jedoch in der Leber gebildet, in der der Vitalstoff eine zentrale Rolle spielt. Die höchsten Glutathion-Konzentrationen finden sich demnach in unserer Leber sowie in unseren Blut- und Immunzellen wieder.
03
Wirkung & Funktion: Was macht das Tripeptid im Körper und warum ist es so wichtig?
Doch jetzt kommen wir zum Kern der Sache! Was macht denn nun L-Glutathion so wichtig?
Antioxidatives Schutzschild
Glutathion ist ein körpereigenes Antioxidans par excellence. Der potente Radikalfänger ist ein „Meister“ in der Bekämpfung aggressiver Sauerstoff- und Wasserstoffradikale, die anderenfalls zu Zell- und Gewebsschäden führen können. Zudem verfügt Glutathion über wahre Teamplayer-Qualitäten, denn es unterstützt auch die Regeneration weiterer wichtiger Antioxidantien, wie z.B. Vitamin C oder Vitamin E.
Entgiftungsspezialist
Glutathion ist ein Schlüsselelement der körpereigenen Entgiftung. Durch seine Bindung an ausscheidungspflichtige Substanzen können diese Abfallstoffe leichter über die Nieren ausgeschieden werden. Vor allem an der Entgiftung von Xenobiotika (= körperfremde, meist chemische Stoffe wie z.B. Pestizide, Konservierungsmittel), Schwermetallen und schädlichen Schimmelpilzgiften ist der Vitalstoff wesentlich beteiligt
Immun-Booster
Auch aus immunologischer Sicht ist man mit Glutathion gut gewappnet. Zum einen schützt der Vitalstoff die Immunzellen vor oxidativen Angriffen, zum anderen erhöht es die Aktivität verschiedener Immunzellen (z.B. natürliche Killerzellen, T-Helferzellen) und stärkt somit dem Immunsystem den Rücken.
Steuermann der Zellteilung
Glutathion mischt auch bei der Zellteilung mit. So sorgt der Naturstoff für ein gesundes Zellwachstum, indem es regulierend auf die DNA-Bildung und -Reparatur wirkt und die Struktur von Proteinen schützt.
04
Wo ist Glutathion enthalten?
L-Glutathion kommt nicht nur in unserem Körper vor- Auch Lebensmittel versorgen uns in sehr unterschiedlichen Mengen damit. Als besonders glutathionreich gelten beispielsweise Keime und Sprossen, sowie Spargel, Hefe, Leber und Fleisch. Durch lange Lagerung, Verarbeitung und Erhitzen fällt der Glutathion-Gehalt jedoch meist stark ab. Aus diesem Grund enthalten verarbeitete Lebensmittel in der Regel nur mehr geringe Mengen des Vitalstoffs.
05
Was bedeutet „reduziertes Glutathion“?
„Nomen est Omen“, lautet ein bekanntes Sprichwort, frei übersetzt: „Der Name ist Programm“. Doch reduziertes Glutathion (GSH) belehrt uns eines Besseren! So handelt es sich bei „reduziertem Glutathion“ nicht um ein besonders preiswertes, drittklassiges Glutathion, sondern um die aktive Form des vielfältigen Naturstoffs.
Stoppt ein aktives (= reduziertes) Glutathion ein freies Radikal, so wird dieses selbst oxidiert. Das „geopferte“ Glutathion mag jedoch nicht allein bleiben und verbindet sich deshalb mit einem anderen oxidierten Glutathion zu sogenanntem Glutathion-Disulfid (GSSG). In Sachen Wirksamkeit sind diesem Doppelpack die „Hände gebunden“. Dennoch ist das verbrauchte Glutathion nicht verloren. So kann ein spezielles Enzym (die selenhaltige Glutathion-Reduktase) das „Abfallprodukt“ GSSG wieder in zwei aktive, reduzierte Glutathione umwandeln. Diese können dann sofort wieder auf „Radikal-Jagd“ gehen.
06
Welche Einflussfaktoren rauben uns verstärkt aktives Glutathion?
In unserem Organismus liegt Glutathion liegt im Normalfall zu 80 bis 90 % in seiner aktiven Form (GSH) vor. Unter besonderen Belastungen oder Erkrankungen kann dieser Wert jedoch abfallen. Dazu zählen u.a.:
Lebensgewohnheiten: z.B. übermäßiger Alkoholkonsum, Rauchen, Medikamenten-Einnahme
Umwelteinflüsse: z.B. starke Sonnenexposition, Umweltverschmutzung, Ozonbelastung
Erkrankungen: z.B. Diabetes mellitus Typ 2, Entzündungen, Infekte, Lebererkrankungen
07
Anwendung: Wann sollte Glutathion eingenommen werden?
Glutathion kann von unserem Organismus selbst hergestellt werden. Die Fähigkeit zur Glutathion-Bildung verschlechtert sich jedoch ab Mitte 40 und nimmt besonders rapide nach dem 60. Lebensjahr ab. Zugleich können auch besondere Belastungen, wie z.B. Entzündungen, Infektionen, Genuss- und Umweltgifte, unseren Glutathion-Haushalt fordern und dazu führen, dass Glutathion schneller verbraucht als gebildet wird. Um gegen diese Kluft anzukämpfen, kann eine gezielte Zufuhr des Schutzstoffes sinnvoll sein. Studien zufolge sind Glutathion-Ergänzungen auch tatsächlich dazu in der Lage, die Glutathion-Konzentrationen im Körper anzuheben.
Wer Glutathion supplementierten möchte, der sollte zu einem hochwertigen Qualitätspräparat greifen, welches reduziertes L-Glutathion in der Reinform enthält. Ernährungsexperten empfehlen außerdem, Glutathion idealerweise zwischen den Mahlzeiten mit reichlich Flüssigkeit einzunehmen.

L-Glutathion reduziert
08
Fazit
Radikalfänger, Entgiftungsspezialist, Immun-Booster: Glutathion erweist sich als ein Held auf mehreren Ebenen. Grund genug, dem Naturtalent eine Bühne in unserem Gesundheitsbewusstsein zu geben.
)
)
)
)
)
)