01
Was ist braunes Fett im Körper?
Dein Organismus besitzt nicht nur weißes Fett, sondern auch braunes. Aber was ist der Unterschied?
Weißes Fett: Diese Fettzellen sind wahre Couch Potatoes. Sie bestehen zu 90 % aus Fett und tun den lieben langen Tag nichts anderes, als Energie zu sammeln und einzulagern – für Zeiten, in denen du wenig Nahrung zu dir nimmst.
Braunes Fett: Dieses Gewebe, das nur zu 50 % Fett enthält, ist hingegen ein wahrer Athlet und somit hochaktiv. Einbunkern ist so gar nicht seine Vorliebe – er verbrennt Nährstoffe lieber gleich wieder und wandelt die Energie in Wärme um.
Braune Fettzellen speichern also, im Gegensatz zu weißen, kaum Fett, sondern verbrennen es flugs wieder. Das ist auch der Grund, warum Menschen, die über viel braunes Fett verfügen, seltener an Übergewicht, Diabetes und Co. leiden. Und warum nun die braune Farbe? Ganz einfach: Im braunen Fettgewebe tummeln sich auch etliche eisenhaltige Proteine, die die Zellen gelb-bräunlich erscheinen lassen.
Das Geheimnis der braunen Fettzellen? Sie besitzen viele Mitochondrien. Diese kleinen Bestandteile werden nicht umsonst als „Kraftwerke der Zelle“ bezeichnet, denn sie produzieren jede Menge Energie.
02
Welche Vorteile hat braunes Fett?
Energie lautet also das Stichwort, wenn es um braunes Fettgewebe geht. Aber welche Vorteile sind damit konkret verbunden?
Perfekter Kälteschutz: Braunes Fett funktioniert wie eine menschliche Heizung und sorgt dafür, dass dir nicht kalt wird. Dabei wandelt es vor allem Glukose und Fettsäuren in Wärme um.
Höherer Energie-Umsatz: Braunes Fettgewebe ist somit Meister im Verbrennen von Kalorien – kein anderer Zelltyp toppt diese Leistung. Aktivierst du dein braunes Fett, kannst du daher auch deinen Energie-Umsatz steigern.
Ideales Gewicht: Je höher dein Energie-Umsatz, desto leichter hältst du dein Ideal-Gewicht. Auch hilft dir dies dabei, überschüssige Kilos zu verlieren, solltest du dieses Ziel verfolgen.
Schnelleres Sättigungsgefühl: Braunes Fettgewebe verfügt über ein bestimmtes Hormon, welches in deinem Gehirn ein Sättigungsgefühl auslösen kann. Du bist also rascher satt und hältst so dein Wunsch-Gewicht.
Einwandfreie Werte: Zudem unterstützt dich braunes Fett dabei, deinen Blutfett- und Blutzuckerspiegel sowie Insulinwert zu regulieren. Das hilft dir ebenso im Kampf gegen Übergewicht oder Diabetes.
03
Welche Rolle spielen die Gene bei braunem Fett?
Neugeborene können auf besonders viel braunes Körperfett zurückgreifen. Kein Wunder, denn im Gegensatz dazu verfügen sie noch über wenig Muskeln. Sie brauchen das braune Fettgewebe also, damit Kälte keine Chance hat. Dabei verteilen sich diese besonderen Fettzellen vor allem auf den Hals-, Schulter- und Nierenbereich.
Erwachsene haben hingegen im Schnitt nur noch 50–300 g braunes Fett zur Verfügung. Die genaue Menge dürfte laut Forschern zum einen genetisch bedingt sein, zum anderen mit Umweltfaktoren zusammenhängen: So sind die Inuit beispielsweise mit besonders viel braunem Fettgewebe gesegnet. Menschen, die in kalten Monaten gezeugt wurden, haben ebenso mehr braunes Fett.
Die gute Nachricht: Bereits 50 g dieses braunen Hüftgolds können bis zu 300 Kilokalorien täglich verbrennen. Und: Braunes Fett lässt sich aktivieren. Die Frage lautet nur: wie?
04
Braunes Fettgewebe aufbauen: Wie sich braunes Fett aktivieren lässt
Braunes Fett liebt Reize. Zum Beispiel in Form von Kälte oder mithilfe einer speziellen Ernährung. Und genau darauf zielt Biohacking ab, eine Mischung aus moderner Wissenschaft und jahrhundertealten Praktiken. Damit lassen sich Körper und Geist optimieren. Schauen wir uns die zwei bekanntesten Möglichkeiten, um braunes Fett zu aktivieren, nun genauer an.
Braune Fettzellen durch Kälte aktivieren
Kälte ist dein bester Freund, wenn es darum geht, braune Fettzellen zu aktivieren. Durch sie springt deine körpereigene Heizung an. Und das geht so: Deine Haut spürt die Kälte und meldet dies deinem Gehirn. Dieses aktiviert im nächsten Schritt braunes Fettgewebe. Und dieses stabilisiert wiederum deine Körpertemperatur, indem es Kalorien verbrennt und Wärme erzeugt.
Was kannst du also konkret tun?
Raumtemperatur senken: Reduziere die Temperatur in deinem Zuhause auf 19 Grad – deine braunen Fettzellen werden es lieben.
Raus an die frische Luft: Du brauchst es drinnen kuschelig-warm? Dann versuche zumindest täglich zwei Stunden draußen bei 17 Grad oder weniger zu verbringen.
Kalte Duschen: Auch mit kalten Duschen kannst du dein braunes Fettgewebe aktivieren. Taste dich am besten mit Wechselduschen an den eisigen Wasserstrahl heran.
Eisbaden ausprobieren: Die Königsdisziplin: Eisbaden. Du möchtest dieses Abenteuer wagen? Dann such dir Gleichgesinnte und gewöhne deinen Körper langsam an diesen Reiz.
Regelmäßige Saunagänge: Auch Besuche in der Sauna sind förderlich. Vor allem zwischen den Einheiten, wenn dein Körper wieder abgekühlt oder du zusätzlich kalt duschst, kommen deine braunen Fettzellen in die Gänge.
Egal, wofür du dich entscheidest – wichtig ist: Gönne deinem Körper diese Kältereize regelmäßig. Denn verzichtest du zu lange darauf, verwandelt sich das mühsam aufgebaute braune Fett wieder in weißes – not good! Also stay cool!
)
Wir bieten dir und deinem Körper einen ganz besonderen Kälte-Impuls: unsere Kryotherapie. Alles, was du dafür brauchst, sind drei Minuten. Diese verbringst du in unserer eisigen Kältekammer. Bei minus 85 Grad. Klingt crazy? Nur auf den ersten Blick. Denn diese intensive Anwendung bringt nicht nur dein Hautbild zum Strahlen, sondern kann auch deine Durchblutung und Muskeln fördern sowie deinen Stoffwechsel anregen.
Braunes Fett durch bestimmtes Essen aktivieren
Die zweite Möglichkeit: braune Fettzellen durch bestimmte Nahrungsmittel aktivieren. Halte dabei vor allem Ausschau nach Lebensmitteln, die Capsinoide und Capsaicin enthalten oder nach solchen, die reich an Catechinen sind. Diese Verbindungen sind natürliche Aktivatoren und bringen deinen Stoffwechsel zum Glühen.
Was kannst du also konkret tun?
Scharf essen: Capsinoide und Capsaicin verstecken sich speziell in scharfen Paprikas und Chilischoten. Diese Zutaten sollten daher regelmäßig auf deiner Einkaufsliste stehen.
Grünen Tee trinken: In grünem Tee stecken wiederum viele Catechine, die deine braunen Fettzellen ebenso aktivieren.
Auf weitere Aktivatoren achten: Auch Ingwer wirkt auf dein braunes Fett ein. Daneben unterstützen Omega-3-Fettsäuren den Aktivierungsvorgang.
Eine abwechslungsreiche Ernährung ist somit Trumpf. Die Effekte sind bei dieser Biohacking-Technik in der Regel jedoch geringer als bei Kältereizen.
05
Fazit:
Die Komfortzone – wir lieben sie alle. Doch es lohnt sich, diese regelmäßig zu verlassen, um das eigene Leben zu verbessern. Wer den eigenen Körper beispielsweise kontinuierlich Kältereizen aussetzt oder scharfes Essen in den Speiseplan integriert, hat gute Chancen, an eine besonders begehrte Spezies von Fettzellen heranzukommen: an braunes Fett. Und genau in diesem liegt für viele der Schlüssel zum Idealgewicht und zu einem gesunden Leben. Also raus aus der Komfortzone – und ran an das braune Fett!
)
)
)
)
)
)