Mikronährstoffe

Yamswurzel: Über den Wilden Yams und seine Wirkung – in den Wechseljahren, auf Haut, Hormone & Co.

Geschälte chinesische Yamswurzeln, gestapelt auf einer hellen Holzoberfläche, mit zylindrischer Form und gesprenkelter Schale.

Mag. Margit Weichselbraun

17.09.20255 Min Lesezeit

Ob Asien, Afrika oder Südamerika – in vielen tropischen Ländern wird Yams seit jeher als Grundnahrungsmittel geschätzt. Und in unseren Breiten? Da erfreut sich die Knolle ebenso immer größerer Bekanntheit – allerdings vordergründig als Heilmittel. Kein Wunder, denn in der Yamswurzel stecken nicht nur Ballaststoffe und Vitamine, sondern noch ein ganz besonderer Stoff. Welcher das ist, warum der Extrakt von Wildem Yams aufgrund seiner Wirkung inzwischen als Geheimtipp für Frauen gilt, und was es sonst noch über diese spannende Wurzel zu erzählen gibt, verraten wir dir.

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Was ist „Wilder Yams“?

Starten wir mit den wichtigsten Fakten: Die Wilde Yamswurzel (Dioscorea villosa) – auch bekannt als Wilder Yams – ist eine windende Kletterpflanze mit herzförmigen Laubblättern, die vor allem in den Tropen und Subtropen Asiens, Afrikas und Mittel- bzw. Südamerikas zu Hause ist. Dort liebt sie die Ränder von Seen, Wasserläufe und Sümpfe, sie wächst aber auch in Wäldern und Gebüschen. 

Und: Der Wilde Yams mag luftige Höhen – er kann bis zu 7 Meter hoch werden. Doch die wertvollen Inhaltsstoffe, die ihm zu seinem guten Ruf verholfen haben, befinden sich nicht in der Krone, sondern weiter unten: in der Wurzel. Denn die krautige Nutzpflanze bildet unterirdisch eine dicke Knolle aus, die als Speicherorgan dient und zugleich Wertvolles beinhaltet.

Un mucchio di ignami appena raccolti, dalla buccia ruvida e marrone, ammucchiati su una superficie di pietra e circondati da fogliame verde.

Fig.: Igname

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Über welche Inhaltsstoffe und Eigenschaften verfügt Yams?

Weltweit gibt es mehrere hundert verschiedene Arten von Yams, wobei die meisten in erster Linie als Nahrungspflanze kultiviert werden. Doch Achtung: Roh sind viele davon giftig! Gekocht ähnelt die süßliche bis leicht bittere Yamswurzel sodann geschmacklich an Süßkartoffel oder Esskastanien. Das Nährstoffspektrum variiert ebenso je nach Sorte und Herkunft leicht. Gemeinsam ist den meisten Knollen wiederum ein hoher Gehalt an Stärke. Neben Ballaststoffen sind zudem lebensnotwendige Mikronährstoffe wie Vitamin C, B-Vitamine, Kalium, Zink und Kupfer enthalten.

Aber das ist längst nicht alles: Die Yamswurzel punktet auch mit einer ganz speziellen Substanz: mit dem Pflanzenstoff Diosgenin, einem Phytohormon. Bei Phytohormonen handelt es sich um pflanzlichen Botenstoffe, die unseren körpereigenen Hormonen ähneln können. So stimmt Diosgenin in großen Teilen mit dem Sexualhormon Progesteron überein. Dieses reguliert in deinem Körper Vorgänge rund um deinen Zyklus oder eine Schwangerschaft. Der Vorteil von Phytohormonen: Dein Organismus kann damit die Eigenproduktion des entsprechenden Hormons, in diesem Fall Progesteron, anregen. Daher gilt die Yamswurzel bei indigenen Völkern schon seit jeher als Heilpflanze, die vor allem für die besonderen Bedürfnisse des weiblichen Körpers interessant ist. Aber auch in Europa erfreut sie sich immer größerer Beliebtheit.

Schauen wir uns die Wirkung der Yamswurzel in den Wechseljahren, bei Kinderwunsch oder bei Menstruationsbeschwerden daher im Folgenden genauer an.

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Die Yamswurzel und ihre Wirkung

Aufgrund der speziellen Vitalstoffzusammensetzung und wegen des Pflanzenstoffs Diosgenin kommt die Yamswurzel vor allem bei folgenden Beschwerden zum Zug: 

  • Wechseljahre: Während der Wechseljahre fühlt sich das Leben für viele Frauen oft wie eine wilde, fremdbestimmte Achterbahnfahrt an – Auf und Abs drücken sich in Hitzewallungen oder Rastlosigkeit aus. Zudem sinkt der Progesteronspiegel. Balance lautet in dieser Lebensphase das sanfte Zaubermittel. Und hier kann die Yamswurzel all ihre Vorzüge ausspielen: Da das enthaltene Diosgenin dem Sexualhormon Progesteron ähnelt, hilft die Knolle so, besser mit Auswirkungen der Wechseljahre umzugehen.

  • Menstruations- & PMS-Symptome: Die Yamswurzel kann auch bei Menstruationsbeschwerden Linderung verschaffen, insbesondere bei Krämpfen, Stimmungsschwankungen oder einem hormonellen Ungleichgewicht. Zum Einsatz kommt sie daher auch, wenn eine Östrogendominanz vorliegt, die zu PMS-Symptomen führt.

  • Kinderwunsch: Bleibt der Kinderwunsch einer Frau unerfüllt, sind nicht selten die Hormone der Grund dafür. Oft verfügen Betroffene über zu wenig Progesteron, wodurch es trotz befruchteter Eizelle zur Menstruation kommt. Die an Phytohormonen reiche Yamswurzel kann auch hier unterstützend wirken.

Da 100 g der Yamswurzel etwa 10 % des täglichen Bedarfs an Vitamin C sowie 50 % des täglichen Bedarfs an Kalium decken, eignet sich die Knolle darüber hinaus als Immunsystem-Booster und hilft dir bei Erkältungen und Entzündungen.

Ebenso wirkt die Yamswurzel aufgrund ihrer Mineralien krampflösend und verdauungsanregend, wodurch du sie bei Bauschmerzen und einem flauen Magen nutzen kannst.

Darüber hinaus sorgt sie mitunter dafür, dass du besser mit Stress umgehst, ausgeglichener bist und innere Unruhe im Nu bändigst. Die Yamswurzel verfügt somit auch über eine besondere Wirkungsweise, die deiner Psyche zugutekommen kann.

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Yamswurzel: Mögliche Nebenwirkungen

Da die Yamswurzel ein natürliches Produkt ist, treten Nebenwirkungen eher selten auf. Zu den häufigsten zählen Verdauungsprobleme und Hautausschläge, bei hohen Dosierungen wurden auch Leberbeschwerden beobachtet.

Personen mit hormonabhängigen Erkrankungen oder solche, die Hormonpräparate einnehmen, sollten jedoch vor einer Yamswurzel-Einnahme stets ärztlichen Rat einholen. Auch Schwangere und Frauen, die sich in der Stillzeit befinden, müssen sicherheitshalber Abstand von Yams nehmen, weil es noch zu wenige Studien dazu gibt.

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Yamswurzel essen: Zubereitung und Einnahme

Wer dem Körper Gutes tun will, kann die Yamswurzel direkt in den Speiseplan integrieren – erhältlich sind die Knollen vor allem in Asia-Märkten. Das Lebensmittel wird wie eine Kartoffel gekocht und kann auch gebraten oder gebacken werden. Ebenso lässt sich daraus Tee herstellen.

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Yams-Extrakt: Einnahme und Dosierung

Du erhältst Yams zudem in Kapseln und Pulvern. Doch Achtung: Der enthaltene Diosgenin-Gehalt kann dabei stark variieren! Nimm Yamswurzel-Extrakt am besten zu den Mahlzeiten und mit viel Flüssigkeit ein. Gute Erfahrungen wurden dabei ab täglich 200 mg Yamswurzel-Extrakt (32 mg Diosgenin) gesammelt – oder wie vom Arzt oder einer Ärztin beziehungsweise von Therapeut:innen empfohlen.

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Worauf achtet BIOGENA bei seinem Yams-Rohstoff?

Wilder Yams aus Wildsammlungen kann in seiner Qualität variieren. Deshalb greift BIOGENA bei seinem Yams-Rohstoff auf Wilden Yams aus kultiviertem Anbau zurück. Der Wurzelextrakt wird auf 16 % Diosgenin standardisiert und strengen, umfassenden Qualitätsprüfungen – auch durch unabhängige Dritte – unterzogen. Auf „Herz und Nieren“ geprüft, kannst du so sichergehen, dass unser Präparat nur in gewohnt bester BIOGENA-Qualität erhältlich ist und somit für die nötige Balance sorgt.

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Margit Weichselbraun mit langen Haaren in einem schwarzen Kleid, mit verschränkten Armen in einem sanft beleuchteten Raum stehend. Schwarz-Weiß-Foto.

Mag. Margit Weichselbraun

Expertin Wissensmanagement, BIOGENA

Die faszinierende Welt der Mikronährstoffe und bewegende Gesundheitsthemen sind eine große Leidenschaft der studierten Ernährungswissenschaftlerin. Gekonnt zaubert die passionierte Wortschmiedin aus diversen wissenschaftlichen Quellen Beiträge, die umfangreiche Themen verständlich darlegen. Privat ist Margit Weichselbraun außerdem Vollblut-Mama zweier Kinder.

FAQs

Häufig gestellte Fragen zum Thema Yamswurzel

Quellen:

V. Ajdžanović et al. 2017.Diosgenin-caused changes of the adrenal gland histological parameters in a rat model of the menopause. Acta Histochemica, Bd. 119, Nr. 1, S. 48–56, Jan. 2017. . https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27889068/ 

K. Lok Wong et al. 2015. A Novel, Stable, Estradiol-Stimulating, Osteogenic Yam Protein with Potential for the Treatment of Menopausal Syndrome, Sci Rep, Bd. 5, Juli 2015. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26160710/

Wu, W. H. et al. 2005. Estrogenic effect of yam ingestion in healthy postmenopausal women. J Am Coll Nutr. 24(4):235-243. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16093400/ 

Komesaroff, P. A. et al. 2001. Effects of wild yam extraction on menopausal symptoms, lipids and sex hormones in healthy menopausal women. Climacteric. 4(2):144-50. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11428178/ 

Yen, M. L. et al. 2005. Diosgenin induces hypoxia-inducible factor-1 activation and angiogenesis through estrogen receptor-related phosphatidylinositol 3-kinase/Akt and p38 mitogen-activated protein kinase pathways in osteoblasts. Mol Pharmacol. 68(4):1061-73. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15998873/ 

Biogena Mikronährstoffcoach. https://www.mikronaehrstoffcoach.com/de/at/mikronaehrstoffe/micronutrient.yams.html, Zugriff: Feb. 2021.

Pflanzenforschung.de, Zugriff: Feb. 2021.

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